US Open 2024 - Paula Badosa scheitert nach Totaleinbruch im Viertelfinale: "Ich war eine komplette Katastrophe"
VonLukas Fegers
Update 04/09/2024 um 01:21 GMT+2 Uhr
Nach ihrer bitteren Pleite im Viertelfinale der US Open war Paula Badosa mehr als bedient - und nahm anschließend kein Blatt vor den Mund. "Ich war ein komplettes Desaster", stellte die 26-jährige Spanierin selbstkritisch fest und ging mit ihrer Performance beim 2:6, 5:7 gegen die US-Amerikanerin Emma Navarro hart ins Gericht. Insbesondere der zweite Satz ließ Badosa dabei fassungslos zurück.
Paula Badosa ist nach ihrem US-Open-Aus bedient
Fotocredit: Getty Images
Nachdem die Weltranglisten-26. den ersten Durchgang schnell abgeschenkt hatte, kämpfte sie sich im zweiten Satz zurück und erspielte sich einen mutmaßlich vorentscheidenden 5:1-Vorsprung.
Dann aber brach die Spanierin auf fast unerklärliche Weise erneut ein, verlor sechs Spiele in Serie und musste sich nach 72 Minuten Spielzeit der Lokalmatadorin geschlagen geben.
Navarro habe "wirklich gut gespielt und die Situation gut gemeistert", räumte Badosa zwar ein. Der Hauptgrund aber, so klang aus ihren Sätzen heraus, lag offensichtlich an ihrem enttäuschenden Niveau - und das, obwohl sie "mit einem guten Gefühl" aufgewacht sei.
Auch ihr Aufwärmen sei problemlos verlaufen. Doch als die 26-Jährige zum ersten Mal in ihrer Karriere das Arthur Ashe Stadium betrat, habe sie gespürt, wie der Moment sie überwältigte.
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Paula Badosa ist nach ihrem US-Open-Aus bedient
Fotocredit: Getty Images
Gedanken überall, "nur nicht in der Gegenwart"
"Ich betrat das Feld und fühlte mich komisch", erklärte Badosa den Journalisten: "Ich war von mir selbst überrascht, denn normalerweise spiele ich so etwas gerne. Aber ich glaube, es lag nicht am Platz."
Die Spanierin betonte, ihre Gedanken seien "überall, nur nicht in der Gegenwart" gewesen: "Manchmal will ich es so sehr und denke voraus, und manchmal kann ich mich in dem Moment nicht einmal konzentrieren. Und ich denke, heute war es ein bisschen so."
Badosa: "Kann ich jetzt schlafen gehen?"
Bei ihrem ersten Major-Viertelfinale seit den French Open 2021 verpasste Badosa damit eine große Chance. "Jetzt muss ich vier Monate auf den nächsten Slam warten, das ist scheiße", fluchte die Rechtshänderin im Anschluss.
Einen Satz nach 5:1-Führung zu verlieren, sei ihr "noch nie passiert. Es gibt immer ein erstes Mal für so etwas, und heute musste es leider so kommen."
Doch Badosa verlor schließlich nicht nur das Spiel, sondern auch ihre Worte. "Ich habe heute sogar vergessen, wie man Englisch spricht. Unglaublich, was für ein Tag", merkte die Spanierin an, als sie beim Interview ins Straucheln geriet, und schob frustriert hinterher: "Kann ich jetzt schlafen gehen?"
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