US Open: Studentin Maya Joint schlägt Laura Siegemund und holt üppiges Preisgeld - Graubereich nach NCAA-Regeln
VonNiklas Bien
Publiziert 28/08/2024 um 18:20 GMT+2 Uhr
Als 18-jährige angehende Studentin mal eben über 200.000 Dollar verdienen - was erstmal komisch klingt, ist für Maya Joint seit Dienstag Realität. Die Australierin besiegte Laura Siegemund in der ersten Runde der US-Open 6:4, 7:5 und hat damit 207.000 Dollar Preisgeld sicher. Eigentlich - nach dem amerikanischen Gesetz darf sie nämlich im Normalfall nur 10.000 Dollar im Jahr verdienen.
Maya Joint will bald studieren - muss zuerst aber die US Open spielen.
Fotocredit: Getty Images
Joint beginnt an der University of Texas in Kürze ihr Psychologiestudium. Als Vollzeit-Studentin darf sie nach den Regeln der NCAA nur 10.000 an Preisgeldern im Jahr verdienen. Pro Event kommt noch einmal so viel dazu, wie es braucht, um die Kosten des Turniers zu decken.
Ohne die genauen Ausgaben des Tennis-Talents zu kennen, sollten die Kosten während der US Open wohl unter dem besagten Preisgeld liegen. Dass das Geld nun weg ist, glaubt Joint aber nicht.
"Als studierender Athlet kannst du das Geld vom Turnier annehmen, musst es aber quasi ausgeben bis zum Ende des Jahres", erklärt die angehende Studentin.
Ihre Studienambitionen will Joint trotz des plötzlichen Erfolgs indes nicht aufgeben. "Ich habe vor langer Zeit entschieden, zum College zu gehen und habe nicht damit gerechnet, so weit zu kommen."
Joint kennt ihre Gegnerin bisher nur aus dem TV
Die 18-Jährige ist in Austin mit einem Stipendium ausgestattet, dass auch erhalten bleibt, wenn sie zwischenzeitlich für die Profikarriere eine Pause einlegt. "Das ist eine große Sache", betonte sie nach ihrem Erstrundentriumph.
Ob es beim aktuellen Preisgeld bleibt, entscheidet sich schon am Mittwoch, wenn die Außenseiterin Madison Keys - die aktuelle Nummer 14 der Welt - herausfordert.
"Ich habe Madison Keys schon häufig im Fernsehen spielen gesehen, aber logischerweise noch nie gegen sie gespielt. Ich habe keinen Druck", sagte Joint, die unabhängig vom Ausgang des Spiels wohl schon bald im Hörsaal zu finden sein wird.
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