US Open 2025: Darum hatte Carlos Alcaraz gegen Jannik Sinner leichtes Spiel - Boris Becker analysiert das Finale
Boris Becker hat den Sieg von Carlos Alcaraz gegen Jannik Sinner im Finale der US Open 2025 analysiert. "Der große Unterschied heute war der deutlich schlechtere Aufschlag bei Sinner. Wenn er eine Schwäche hat, dann ist es das", analysierte die deutsche Tennis-Ikone bei "Sporteurope.tv". Tatsächlich schlug der Italiener im Endspiel nur zwei Asse und leistete sich vier Doppelfehler.
Carlos Alcaraz schlug Jannik Sinner im Finale der US Open
Fotocredit: Getty Images
Der Spanier kam hingegen auf zehn Asse und blieb gänzlich ohne Doppelfehler. Besonders mit dem ersten Aufschlag hatte Sinner große Probleme: Der 24-Jährige brachte nur 48 Prozent seiner Versuche ins Feld und gewann lediglich 69 Prozent der Punke bei seinen ersten Serves - deutlich schlechtere Werte als Alcaraz (61 und 83 Prozent).
Für Becker war das 6:2, 3:6, 6:1, 6:4 so bereits nach dem ersten Satz entschieden. "Alcaraz ist auf den Platz gekommen und hat gesagt: Ich bin heute der Boss. Er hat Tennis vom anderen Stern gespielt und das Turnier verdient gewonnen", lobte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger.
Bei dem 6:2 für Alcaraz in Satz eins hatten vor allem die zweiten Aufschläge den Unterschied gemacht.
Der 22-Jährige gewann sechs von sieben Punkten nach seinem eigenen zweiten Serve und holte sich als Returnierer brutale 67 Prozent der Punkte über den zweiten von Sinner - so erarbeitete sich die neue Nummer eins der Weltrangliste allein im ersten Abschnitt vier Break-Chancen, von denen Alcaraz zwei nutzte.
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Alcaraz: "Das beste Turnier, das ich je gespielt habe"
Quelle: Perform
Sinner angeschlagen im Finale?
Sinners Auftritt ließ bei Becker den Verdacht aufkommen, dass der Wimbledon-Champion mit gesundheitlichen Probleme zu kämpfen hatte. "Ich bin nicht sicher, ob Sinner körperlich komplett fit ist, da gab es doch Hochs und Tiefs, auch gegen Denis Shapovalov oder Félix Auger-Aliassime", sorgte sich der 57-Jährige.
Der Südtiroler hatte in New York sowohl in der dritten Runde gegen Shapovalov (5:7, 6:4, 6:3, 6:3) als auch im Halbfinale gegen Auger-Aliassime (6:1, 3:6, 6:3, 6:4) mit körperlichen Problemen zu kämpfen gehabt und seine sonst so drückende Überlegenheit stellenweise vermissen lassen. So sprach er nach dem Halbfinale von einem kleinen Problem an den Bauchmuskeln.
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Sinner selbstkritisch: "War heute sehr berechenbar"
Quelle: Perform
Dagegen war Alcaraz in Flushing Meadows regelrecht durch das Teilnehmerfeld gepflügt und hatte bis ins Finale keinen einzigen Satz abgeben müssen. Ein Umstand, den auch Becker würdigte.
"Alcaraz war von der ersten bis zur letzten Minute deutlich besser als jeder andere Spieler – und auch besser als Sinner", schwärmte der gebürtige Leimener. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Ex-Profi Philipp Kohlschreiber bei "Sky": "Sinner hatte Respekt vor Alcaraz", stellte der 41-jährige Augsburger fest.
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Wilde Champagner-Dusche für Alcaraz nach US-Open-Triumph
Quelle: Eurosport
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