US Open 2025: Sinner schlägt Auger-Aliassime im Halbfinale und macht Endspiel um Nummer eins gegen Alcaraz perfekt

Jannik Sinner hat das nächste Giganten-Endspiel gegen Carlos Alcaraz perfekt gemacht. Der Titelverteidiger besiegte im Halbfinale der US Open Alexander Zverevs Bezwinger Félix Auger-Aliassime unerwartet mühsam mit 6:1, 3:6, 6:3, 6:4 und trifft nach den French Open und Wimbledon zum dritten Mal in diesem Jahr in einem Major-Finale auf den Spanier Alcaraz.

Tennis: Jannik Sinner steht erneut im Finale der US Open

Fotocredit: Getty Images

Eine solche Häufung gab es noch nie in der Open Era - auch nicht zwischen Roger Federer und Rafael Nadal.
"Es ist eine großartige Saison für mich. Wieder in einem großen Finale zu stehen - besser geht's nicht", sagte Sinner, der als erst vierter Spieler nach Rod Laver, Federer und Novak Djokovic dieses Kunststück viermal in einem Jahr vollbrachte: "Sonntag wird ein besonderer Tag, ein weiteres tolles Finale."
Das Match am Sonntag (20:00 Uhr im Liveticker), für das sich US-Präsident Donald Trump angesagt hat, wird zugleich zum Duell um Platz eins der Weltrangliste. Zudem winken fünf Millionen Dollar Preisgeld (4,2 Mio. Euro).
"Ich liebe diese Herausforderung", meinte Sinner: "Er pusht mich ans Limit, was großartig ist. Wir haben uns zuletzt häufiger gegenübergestanden. Wir wissen mehr übereinander. Es ist großartig für den Sport, diese Rivalitäten zu haben."

Sinner eifert Federer nach

Trotz dreimonatiger Dopingsperre im Frühjahr hat Sinner die Spitzenposition seit April 2024 ununterbrochen inne; auch, weil er nun schon beim fünften Grand-Slam-Turnier nacheinander im Endspiel steht.
"Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffen würde", meinte der Südtiroler: "Fünf Grand-Slam-Finals in Folge zu erreichen, ist was Großes, diese Konstanz. Das ist überragend."
Vor einem Jahr siegte er in New York, es folgten die Titelverteidigung in Melbourne gegen Zverev, die dramatische Niederlage bei den French Open gegen Alcaraz und der Wimbledon-Finaltriumph über den Spanier - der im direkten Vergleich allerdings mit 9:5 führt.
Sinner könnte nach Roger Federer 2006 und 2007 der zweite Mann werden, der die Australian Open und die US Open in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gewinnt.
Erst vor gut drei Wochen hatte Sinner den Kanadier Auger-Aliassime 6:0, 6:2 beim Masters in Cincinnati demontiert, diesmal leistete sein Gegner deutlich mehr Widerstand.

Sinner muss kurz behandelt werden

Bei Sinners 300. Matcherfolg auf der ATP-Tour wehrte sich Auger-Aliassime nach Kräften, die Zuschauer im Arthur Ashe Stadium feierten fast jeden Punkt des Underdogs frenetisch.
Doch der 24-jährige Sinner zeigte trotz einer kurzen Behandlung an der Bauchmuskulatur zu Beginn des dritten Satzes erneut seine berüchtigte Präzision, Schlaghärte und Coolness.
"Ich habe nach einem Aufschlag ein leichtes Ziehen in der Bauchmuskulatur gespürt", sagte er später: "Nach der Behandlung war es viel besser. Später habe ich auch nichts mehr gespürt. Es ist nichts, was mich beunruhigt. Alles gut."
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Tennis: Jannik Sinner steht erneut im Finale der US Open

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Auger-Aliassime spielte dennoch ein großes Turnier: Er erreichte zum zweiten Mal die Vorschlussrunde eines Grand Slams, vor vier Jahren hatte er ebenfalls in New York im Halbfinale gestanden.

Djokovic viermal im Halbfinale gescheitert

In der Weltrangliste wird er um 14 Positionen auf Rang 13 klettern. Sein Highlight in Flushing Meadows war der beeindruckende Viersatzerfolg über den Ranglistendritten Zverev (Hamburg) in der dritten Runde.
Alcaraz (22) hatte im ersten Halbfinale im Generationenduell den 16 Jahre älteren Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic 6:4, 7:6 (7:4), 6:2 klar besiegt und ist weiter ohne Satzverlust im Turnier.
Der geschlagene Serbe, der seinem 25. Grand-Slam-Titel hinterherjagt, stand in diesem Jahr zwar bei jedem der vier Majorturniere im Halbfinale, er schaffte es aber erstmals seit 2017 in kein Endspiel.
"Ich habe in drei von vier Grand Slams gegen einen von ihnen im Halbfinale verloren", sagte der 38-Jährige: "Sie sind einfach zu gut und spielen auf einem sehr hohen Level. Sie scheinen ein sehr gutes Team und eine gutes Trainingsstrategie zu haben."
(SID)

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