US Open 2025 - Carlos Alcaraz gibt die Antwort im Finale auf dem Platz: Formidabler Mr. Nice Guy
Update 08/09/2025 um 13:19 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz hat am Sonntag im Finale der US Open ein eindrucksvolles Statement gesetzt. Mit starkem Aufschlag, beeindruckender Verteidigungsarbeit und seinem variablen Spiel stoppte er Jannik Sinners bemerkenswerte Siegesserie auf Hartplatz. Der 22-Jährige feierte damit seinen sechsten Grand-Slam-Titel, kehrte an die Spitze der Weltrangliste zurück - und punktete mit seiner charmanten Art.
Tennis: Carlos Alcaraz gewinnt die US Open 2025 in New York im Finale gegen Jannik Sinner
Fotocredit: Getty Images
Es standen zwei Stunden und 42 Minuten auf der Uhr im Arthur Ashe Stadium, als Carlos Alcaraz die Arme in den Himmel von New York streckte. Nach vier Sätzen hatte der 22-Jährige das US-Open-Finale 2025 gegen Jannik Sinner für sich entschieden - und dabei mehr als nur einen Titel gewonnen.
Der Spanier beendete Sinners Serie von 27 Grand-Slam-Siegen auf Hartplatz, holte sich seine sechste Major-Trophäe und feiert die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste. Das Publikum - darunter auch US-Präsident Donald Trump - bedachte ihn mit stehenden Ovationen.
"Alcaraz ist auf den Platz gekommen und hat gesagt: Ich bin heute der Boss. Er hat Tennis vom anderen Stern gespielt und das Turnier verdient gewonnen", fasste Boris Becker bei "sporteurope.tv" den Triumph von Alcaraz zusammen.
Für den Spanier ist es bereits der sechste Grand-Slam-Triumph, für seinen Rivalen stehen vier zu Buche.
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Carlos Alcaraz
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Alcaraz im US-Open-Finale auf einem anderen Level
Fast auf den Tag genau vor drei Jahren war Alcaraz' Stern in New York so richtig aufgegangen. In einem begeisternden Viertelfinale siegte der Spanier damals in 5:15 Stunden 6:3, 6:7 (7:9), 6:7 (0:7), 7:5, 6:3 und holte später seinen ersten Grand-Slam-Titel. Gegner damals in der epischen Schlacht: Jannik Sinner.
Anno 2025 beherrschte Alcaraz das Finale nicht nur mit seiner Kreativität, sondern auch mit einem enorm starken Aufschlag. Mit 10:2 Assen stellte er Sinner vor konstante Probleme, während der Italiener seinerseits vier Doppelfehler einstreute. Noch beeindruckender: 83 Prozent seiner Punkte machte Alcaraz, wenn der erste Aufschlag kam.
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Carlos Alcaraz im Finale der US Open 2025
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Doch Alcaraz’ Sieg war nicht nur eine Frage der Zahlen. Der Spanier zeigte einmal mehr seine besondere Athletik und defensive Stärke. Immer wieder erkämpfte er sich scheinbar verlorene Bälle, drehte die Dynamik von Ballwechseln und stellte Sinner immer wieder vor Rätsel, die dieser an diesem Tag nicht lösen konnte. In der Defensive wirkte Alcaraz nahezu unantastbar und kombinierte diese Qualitäten mit mutigem, cleverem Offensivspiel.
Während Alcaraz sein Spiel perfektionierte, wirkte Sinner erstaunlich limitiert. Auf der Pressekonferenz analysierte er selbstkritisch: "Heute war ich sehr berechenbar auf dem Platz. Er hat das Spiel variiert – das ist sein Stil. Jetzt liegt es an mir, ob ich Veränderungen vornehmen will oder nicht. Wir werden definitiv daran arbeiten."
Alcaraz als Mr. Nice Guy: "Freundlich, demütig, jugendlich"
Für Eurosport-Experte Mats Wilander war Alcaraz’ Sieg nicht nur ein sportlicher Meilenstein, sondern auch ein Beweis seiner besonderen Charaktereigenschaften.
"Ich dachte, Jannik Sinner würde sich durchsetzen, aber Carlos Alcaraz – wow. Wenn er sein bestes Tennis spielt, ist er wirklich der beste Spieler der Welt. Ein Riesensieg. Tag für Tag spielst du für die Nummer eins, und er hat sie sich zurückgeholt, das ist alles andere als leicht", betonte der siebenmalige Grand-Slam-Champion.
Doch Wilander hob nicht nur Alcaraz’ Tennis hervor: "Er ist überall stark. Und er ist so solide, so nett, das ist das Beste. Er ist ein großartiger Spieler, aber auch so freundlich, so demütig, so jugendlich und hat immer Spaß. Er ist ein großartiger Botschafter für unseren Sport."
Alcaraz führt nun im direkten Vergleich gegen Sinner 10:5, in der Grand-Slam-Bilanz 6:4 - und strebt nun ein Ziel an, das für ihn noch aussteht: erstmals als Nummer eins der Welt ein Jahr abzuschließen.
Die historische Dimension seiner Leistung ist daher durchaus bemerkenswert: Seit der Umstellung der US Open auf Hartplatz 1978 ist Carlos Alcaraz nun der erste Spieler, der vor seinem 23. Geburtstag mehrere Grand-Slam-Titel auf allen Belägen gewonnen hat. Seit dem Sonntag ist daher klar: Alcaraz rundet seine Grand-Slam-Saison auf eine eindrucksvolle Art ab.
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Sinner selbstkritisch: "War heute sehr berechenbar"
Quelle: Perform
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