US Open 2025 - 3. Runde: Alcaraz trotzt gegen Darderi Schreckmoment - Shelton muss unter Tränen aufgeben
Carlos Alcaraz bleibt bei den US Open ohne Satzverlust. Der Weltranglistenzweite fegte Luciano Darderi in der 3. Runde mit 6:2, 6:4, 6:0 vom Platz. Einen kleinen Schreckmoment erlebte Alcaraz im zweiten Satz, als sich das rechte Knie bemerkbar machte. Nach kurzer Behandlung ging es ohne Probleme weiter. Ben Shelton brach indes sein Match gegen Adrian Mannarino bei 6:3, 3:6, 6:4, 4:6 ab.
Carlos Alcaraz bei den US Open
Fotocredit: Getty Images
Es sollte ein Härtetest werden für Carlos Alcaraz, der mit zwei Dreisatzerfolgen gegen Reilly Opelka und Mattia Bellucci ins Turnier gestartet war.
Umso mehr, als dass der Spanier seinem Kontrahenten zum ersten Mal überhaupt gegenüberstand und Luciano Darderi Anfang August mit Platz 32 seine bislang höchste Weltranglistenposition erreicht hatte.
Die erste Herausforderung war der frühe Beginn des Matches um 11:30 Uhr Ortszeit. Er sei kein Morgenmensch, verriet Alcaraz im On-Court-Interview.
"Das Ziel war es daher, fokussiert zu starten. Ich bin dann gut rausgekommen und habe toll gespielt", befand der 22-Jährige nach seinem insgesamt 80. Spielsieg bei einem Grand-Slam-Turnier (in 93 Matches - wie einst Nadal). Schneller waren nur Björn Borg und John McEnroe (92 Matches).
Alcaraz zeigt Darderi von Beginn an Grenzen auf
Alcaraz, zusammen mit Titelverteidiger Jannik Sinner Topfavorit in New York, präsentierte sich von Beginn an dominant.
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Carlos Alcaraz bei den US Open
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Im ersten Durchgang nahm er dem Italiener zweimal das Service ab, ließ keinen Breakball gegen sich zu und kam souverän zur Satzführung.
- Das Match-Protokoll: So lief Alcaraz gegen Darderi
An den Kräfteverhältnissen auf dem Platz änderte sich zunächst wenig. Der US-Open-Champion von 2022 diktierte das Geschehen, setzte mit dem Break zum 3:1 den nächsten Wirkungstreffer.
Alcaraz lässt Physiotherapeuten kommen
Mitte des Satzes aber war Darderi urplötzlich da. Der 23-jährige erspielte sich Breakchancen, knöpfte dem Favoriten tatsächlich das Aufschlagspiel ab (3:4) und glich aus.
Kurz darauf ließ Alcaraz den Physiotherapeuten kommen. Der Spanier hatte offensichtlich Probleme am rechten Knie und Oberschenkel.
Nach einer kurzen Massage ging es aber weiter. Später gab er Entwarnung. Das Knie sei in Ordnung. "Es ist nichts, ich fühle mich gut. Es war nur eine Vorsichtsmaßnahme. Irgendwas hat sich im Knie nicht ganz richtig angefühlt. Ich bin deswegen aber nicht beunruhigt", so Alcaraz. Nach "fünf, sechs Punkten" sei alles wieder in Ordnung gewesen.
Im dritten Satz machte der fünfmalige Grand-Slam-Turniersieger früh Nägel mit Köpfen, nahm Darderi das Service zum 2:0 ab.
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Luciano Darderi (li.) und Carlos Alcaraz (re.) beim Shakehands
Fotocredit: Getty Images
Es war die Vorentscheidung. Alcaraz erhöhte per Doppel-Break auf 4:0. Wenige Minuten später war es Darderi, der sich am linken Oberschenkel massieren ließ.
Nach einer Stunde und 44 Minuten beendete Alcaraz das einseitige Match mit einem Break und verpasste dem Italiener im letzten Satz auch noch einen Bagel (6:0). Im Achtelfinale wartet nun Arthur Rinderknech, der Benjamin Bonzi 4:6, 6:3, 6:3, 6:2 schlug.
Für Alcaraz geht es bei den US Open auch um die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste - dazu muss er "nur" gleich gut wie oder besser abschneiden als sein Rivale Sinner, der als Titelverteidiger mehr Punkte aus dem Vorjahr im Ranking zu verteidigen hat.
Shelton muss Duell vor fünftem Satz abbrechen
Ben Shelton, US-Open-Halbfinalist von 2023 und als Nummer sechs der Setzliste im erweiterten Kreis der Titelkandidaten, musste seine Hoffnungen vorzeitig begraben.
Der 22-Jährige ging gegen Adrian Mannarino zweimal in den Sätzen in Führung, ehe ihn eine Verletzung an der Schulter vor Beginn des entscheidenden Durchgangs zur Aufgabe zwang.
Schon Anfang des vierten Satzes meinte Shelton in Richtung seiner Box: "Ich habe irgendwas mit meiner Schulter gemacht. Ich weiß nicht, was es ist."
So auf jeden Fall ein bitteres Turnierende für den Toronto-Sieger, der unter Tränen vom Court ging.
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