US Open: Daniel Altmaier schlägt Stefanos Tsitsipas in nächstem Marathon-Match - Grieche sorgt für Stress beim Handschlag
Publiziert 29/08/2025 um 08:18 GMT+2 Uhr
Daniel Altmaier hat bei den US Open für eine Überraschung gesorgt und den früheren Weltranglistendritten Stefanos Tsitsipas aus Griechenland bezwungen. Der Kempener gewann ein regelrechtes Marathon-Match nach 4:21 Stunden mit 7:6, 1:6, 4:6, 6:3, 7:5. Altmaier trifft in der dritten Runde auf den Australier Alex de Minaur, der sich gegen den japanischen Qualifikanten Shintaro Mochizuki durchsetzte.
Daniel Altmaier und Stefanos Tsitsipas bei den US Open 2025
Fotocredit: Getty Images
Bis dahin sollte sich Altmaier auch von seinen Strapazen erholt haben, denn wie schon in Runde eins stand der Weltranglisten-56. auch beim 7:6 (7:5), 1:6, 4:6, 6:3, 7:5 gegen den Griechen Tsitsipas mehr als vier Stunden auf dem Court.
"Der Körper war müde, aber das Herz hat mich immer wieder angetrieben. Für solche Momente spiele ich", sagte der Kempener nach dem Spiel.
Erleichtert und überwältigt hatte sich der 26-Jährige nach dem Spiel auf den Court sinken lassen. Beim anschließenden Handschlag sorgte sein Gegenüber für einen hitzigen Moment.
"Nächstes Mal keinen Aufschlag von unten, ok?", gab ein sichtlich frustrierter Tsitsipas der deutschen Nummer zwei mit auf den Weg. In Satz vier hatte der Deutsche zu diesem unorthodoxen, aber durchaus erlaubten Mittel gegriffen.
Altmaier: "Tsitsipas wird Worte bereuen"
Der Grieche kam seit seinem Viertelinaleinzug bei den French Open 2024 nicht mehr über die zweite Runde bei einem Grand Slam hinaus - entsprechend groß schien der Frust.
Altmaier ließ sich jedoch auf keinerlei Diskussion mit der früheren Nummer drei der Welt ein. Dafür wurde er von den Fans auf dem Grandstand in New York mit "Daniel, Daniel"-Sprechchören gefeiert.
"Morgen wird Stefanos seine Worte bereuen", sagte der Deutsche zu der Szene bei "Sky". "Im Fußball fliegen die Fäuste oder man geht sich in die Haare, im Tennis sagt man einen Satz, der vielleicht nicht passt. Das gehört zum Sport dazu. Es geht um viel Geld und Selbstvertrauen. Wenn man bis Mitternacht Tennis spielt, kann man auch mal was sagen, was man nicht so meint. Oder vielleicht meint er es so. Ich habe es respektiert."
Altmaier träumt von Grand-Slam-Sieg
Die Freude über den hart erkämpften Erfolg war Altmaier anzumerken. "Wegen dieser Momente spiele ich Tennis. Es ist schwer zu beschreiben, wie ich mich fühle. Da ist eine große Erleichterung. Es waren zwei harte Matches, die sehr, sehr viel Erfahrung bringen. Das ist das Wichtigste", so die Nummer 56 der Welt.
Sein großes Ziel verliert Altmaier dabei nicht aus dem Blick. "Mein Traum ist, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen. Ich muss die Ruhe bewahren und zwei Wochen Höchstleistung bringen."
Dafür muss er aber zunächst gegen den Weltranglistenachten de Minaur bestehen. Immerhin konnte Altmaier in New York sein bestes Karriere-Ergebnis einfahren. Zuvor war er im "Big Apple" noch nie über die zweite Runde hinausgekommen.
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