US Open: Jan-Lennard Struff begeistert beim Grand-Slam-Turnier - im Achtelfinale wartet Altmeister Novak Djokovic

Jan-Lennard Struff begeistert aktuell bei den US Open. Nachdem der 35-Jährige sich durch die Qualifikation kämpfte, steht er mittlerweile im Achtelfinale - gegen keinen geringeren als Novak Djokovic. Auf dem Weg dahin nahm der Warsteiner unter anderem die beiden gesetzten Spieler Holger Rune (11) und Frances Tiafoe (17) raus. Den Lokalmatador besiegte er gar überragend ohne Satzverlust.

Jan-Lennard Struff muss im Achtelfinale gegen Novak Djokovic ran

Fotocredit: Getty Images

Seinen Drei-Satz-Coup gegen den Fanliebling Frances Tiafoe durfte Jan-Lennard Struff erstmal ein wenig genießen. Die Geburtstagswünsche an Papa Dieter waren via TV übermittelt, es warteten ein gemütliches Abendessen und ein bisschen Entspannung.
Zu Recht, denn bereits vor dem Achtelfinale gegen den Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic am Sonntag (Ortszeit) darf Struff seine Reise in die Weltstadt New York zu den US Open als rundum gelungen betrachten.
"Da steckt viel Arbeit drin, für die ich mich jetzt belohne", sagte der furios aufspielende Qualifikant bei Sporteurope.tv. So sieht es auch sein Trainer Markus Wislsperger. "Dass er es noch kann, das wissen wir. Bis auf zehn Minuten hat er richtig gutes Tennis gespielt", sagte der Coach sichtlich stolz bei "Sky".
Zehn Minuten, in denen Struff offenbar Angst vor der eigenen Courage hatte: Beim Stand von 6:4, 6:3, 5:3 gegen den Vorjahres-Halbfinalisten Tiafoe servierte der 1,93-m-Hüne zum Matchgewinn, vergab die Chance durch drei Doppelfehler - und behielt im folgenden Tiebreak trotzdem mit 9:7 die Oberhand.

Routinenen helfen Struff

Geholfen haben Struff Routinen, die lange eingeübt sind, um sich "in dem Moment nicht von den Emotionen übermannen zu lassen". Auch neben dem Platz setzt Struff in New York auf Bewährtes. Frei nach dem Motto: Never change a running system.
"Hier habe ich vor jedem Match das Gleiche gegessen: Reis mit ein bisschen Lachs, etwas Öl", offenbarte er. Auch das Geräusch des Fahrstuhls in seinem Hotel hat Struff mit jedem Sieg in Flushing Meadows - einschließlich der Qualifikation sind es schon sechs - immer weniger gestört: "Ich habe eigentlich gesagt: Wenn ich mich qualifiziere, wechsele ich das Zimmer - jetzt bin ich da geblieben."
Dabei könnte er sich ein Upgrade durchaus leisten: 400.000 Euro Preisgeld hat Struff nach seinem ersten US-Open-Achtelfinaleinzug sicher, in der Weltrangliste wird er sich von Rang 144 voraussichtlich wieder unter die besten 100 schieben. Damit nimmt das Tennisjahr für die einstige Nummer 21 endlich den gewünschten Verlauf.

Struff und das nötige Quäntchen Glück

Auf einmal hat der Sauerländer auch wieder das Glück auf seiner Seite. In der Qualifikation etwa lag er gegen den Japaner Taro Daniel 0:1 nach Sätzen zurück, dann kam der Regen - danach drehte Struff das Match und begann seinen unwahrscheinlichen Lauf.
Nach seinen Erfolgen gegen die Top-20-Spieler Holger Rune und Tiafoe kann Struff gegen Djokovic nun völlig unbekümmert aufspielen. In den sieben bisherigen Duellen ging er gegen den Serben schließlich stets als Verlierer vom Platz, erst einen Satz konnte er der Ikone abnehmen, vor mehr als fünf Jahren war das.
Doch auch Djokovic ist nicht mehr der Dominator früherer Jahre, bei seinem Drittrundensieg gegen den Briten Cameron Norrie etwa machte der Rücken dem 38-Jährigen zu schaffen. Der Respekt und die Bewunderung sind beim drei Jahre jüngeren Struff dennoch groß: "Es ist einfach unglaublich, einfach fantastisch, wie gut er spielt. Er zeigt uns allen, dass man auch in seinem Alter sehr gutes Tennis spielen kann."
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(SID)
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Sensationelle Leistung: Struff fertigt auch Tiafoe ab

Quelle: SNTV


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