US Open: Alexander Zverev muss erneut über fünf Sätze gehen - Boris Becker: "Irgendwann ist jeder Körper am Ende"
Von Tom Haferkorn
Publiziert 04/09/2026 um 18:28 GMT+2 Uhr
Wie beim Auftakt musste Alexander Zverev auch in der 2. Runde der US Open über fünf Sätze gehen. Der topgesetzte Hamburger gewann nach 4:33 Stunden 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 6:3 gegen den Franzosen Quentin Halys. Nach Ansicht von Boris Becker könnte das zweite Marathon-Match des French-Open-Siegers Probleme bringen. "Irgendwann ist jeder Körper, jede Psyche, mal am Ende", so der Leimener.
Alexander Zverev musste zum Auftakt der US Open zweimal über fünf Sätze gehen
Fotocredit: Getty Images
"Die gute Nachricht, er hat wieder gewonnen. Die schlechte, es war wieder zwei Uhr morgens, es waren wieder fünf Sätze", erklärte Becker in seiner Rolle als Experte bei "sporteurope.tv". Es wäre wichtig für Zverev, "die dritte Runde mal in drei oder vier Sätze zu gewinnen".
In dieser spielt Zverev gegen den Chilenen Alejandro Tabilo. Trotz der zwei kräftezehrenden Partien zu Beginn des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres fand die deutsche Tennis-Legende auch lobende Worte: "Seine Mentalität ist einwandfrei. Er hat danach gesagt, dass er für solche Kämpfe trainiert, in den Kraftraum geht und unglaublich fit ist", sagte Becker.
"Ich meine, das war jetzt das zweite Spiel der US Open und er muss noch fünf gewinnen, um das Turnier zu gewinnen. Er hat schon zehn Stunden auf dem Platz verbracht. Wie lange geht das noch gut?", gab der US-Open-Champion von 1989 zu bedenken.
Den Grund, warum Zverev sich derzeit schwertue und über fünf Sätze gehen müsse, hat Becker bereits ausgemacht: "Die Breakbälle", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger.
Becker sieht Breakchancen als Knackpunkt
Gegen Halys nutzte der Hamburger lediglich fünf seiner 20 (!) Breakchancen. Der Franzose breakte Zverev hingegen bei sieben Möglichkeiten dreimal.
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Alexander Zverev musste zum Auftakt der US Open zweimal über fünf Sätze gehen
Fotocredit: Getty Images
"Das ist natürlich nicht gut, wenn er so lange braucht, um den Aufschlag des Gegners abzunehmen. Ich bleibe dabei: Das Wichtigste ist, den letzten Punkt zu machen, aber irgendwann kommst du an deine Grenze", befand Becker.
Übrigens gewannen nur zwei Profis ein Grand-Slam-Turnier, wenn sie mit zwei Fünf-Satz-Matches in den Wettbewerb starteten: Gaston Gaudio und eben Becker. Gaudio konnte die French Open 2004 nach zwei schweren Spielen zu Beginn für sich entscheiden, Becker triumphierte bei den Australian Open 1996 nach zwei Fünf-Satz-Siegen zum Auftakt.
Zverev ist außerdem der erste topgesetzte Spieler in der Open-Era-Geschichte, der bei einem Grand Slam sowohl in der ersten als auch in der zweiten Runde fünf Sätze spielen musste.
Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus ...
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