US Open - Zverev kriecht mit Fünfsatzsieg gegen Halys in die dritte Runde: "Performance war ziemlich scheiße"
Von Niklas Bien
Update 04/09/2026 um 12:49 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev steht in der dritten Runde der US Open. Eine Glanzleistung, so analysierte die Nummer zwei der Welt nach der Partie, war es aber nicht. Ganz im Gegenteil: "Meine Performance war ziemlich scheiße, um ehrlich zu sein", betonte der 29-Jährige nach dem zweiten Fünfsatzkrimi im zweiten Spiel. Nach dem entscheidenden Punkt brauchte Zverev erst einmal Luft – im wahrsten Sinne des Wortes.
Alexander Zverev riss sich das Trikot direkt nach dem Spiel vom Leib
Fotocredit: Getty Images
Es darf durchaus als Sinnbild gewertet werden: So schnell wie Zverev nach dem Matchpoint sein Trikot vom Körper gestreift hatte, so schnell wird er auch das Spiel abhaken wollen.
"Ich war schon wieder viereinhalb Stunden hier, es ist 2:15 Uhr", sagte ein erschöpfter Weltranglistenzweiter nach seinem 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 6:3-Zittersieg gegen Quentin Halys mündete.
"Die Performance war ziemlich scheiße - aber ich habe gewonnen. Dafür gehe ich ins Fitnessstudio, dafür gehe ich laufen, dafür trainiere ich – um mich in diesen schwierigen Momenten durchzusetzen. Um durchzukommen, wenn du nicht dein bestes Tennis spielst, wenn du nicht links und rechts Winner schlägst", erklärte der 29-Jährige.
Zverev erlebt in diesen Tagen eine spezielle Situation: Die Nummer zwei der Welt schlägt in New York als top-gesetzter Spieler und damit auch als Favorit auf den Turniersieg auf.
Zverev "kriecht" Richtung zweiter Woche
"Es ist toll", sagte Zverev und legte mit einem leicht gequälten Lächeln nach: "Bis zu dem Moment, in dem du jedes einzelne Mal beinahe verlierst." Aber: "Es ist nicht wichtig, an welcher Position du gesetzt bist, sondern wer am Ende noch dabei ist."
Zverev ist noch dabei. Auch, weil er in den wichtigen Momenten konzentriert blieb, Resilienz und letztlich auch Qualität zeigte.
Er "kriecht" aktuell auf einen tiefen Turnierlauf zu, sagte Zverev mit einem Augenzwinkern. Der Turnierbaum könnte dem Weltranglistenzweiten dabei etwas entgegenkommen.
In der dritten Runde wartet der Chilene Alejandro Tabilo, danach der an 21 gesetzte Luciano Darderi oder Wildcard-Starter Dane Sweeny. Im Viertelfinale wäre entweder Michael Zheng, Arthur Géa, Zizou Bergs oder Botic van de Zandschulp an der Reihe. Bis zum Halbfinale würde Zverev also keinem einzigen Top-20-Spieler begegnen.
Zverev schickt Message an die Arena
Dass er gewinnen kann, hat der amtierende French-Open-Champion zweimal bewiesen. Nun soll es auch spielerisch besser laufen.
Oder, wie Zverev es in Richtung des Publikums im Arthur Ashe Stadium ausdrückte: "Hoffentlich kann ich euch in zwei Tagen eine weitere Show bieten."
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