US Open: Anna Kalinskaya Opfer bizarren Linienfehlers - Russin wird Opfer einer Fehlentscheidung in New York
Publiziert 02/09/2026 um 15:23 GMT+2 Uhr
Ein bemerkenswerter Moment sorgte für Frustration bei Anna Kalinskaya in ihrem Erstrundenmatch der US Open gegen Landsfrau Anna Blinkova. Das elektronische Liniensystem wertete den Vorhandball der Russin bei einer Führung von 6:4, 2:2 und 40:15 fälschlicherweise als im Aus. Zu allem Überfluss befolgten die Offiziellen anschließend nicht das korrekte Verfahren, um die Entscheidung zu überprüfen.
Anna Kalinskaya bei den US Open 2026
Fotocredit: Getty Images
Was war geschehen? Bei einem kurzen Ballwechsel schlug die an Position 21 gesetzte Russin eine Vorhand - der Ball landete offensichtlich innerhalb der Linien und Kalinskaya drehte sich bereits um, um sich auf die Fortsetzung des Spiels zu konzentrieren.
Dann ertönte jedoch der elektronische Aus-Ruf. Kalinskaya reagierte sofort und bat um eine Wiederholung des betreffenden Moments. Der Schiedsrichter stimmte dem zu, doch auf dem Bildschirm erschienen nicht die richtigen Bilder. Stattdessen wurde ein früherer Aufschlag gezeigt, der nichts mit der Diskussion zu tun hatte.
Im Fernsehen war unterdessen zu sehen, dass die Vorhand von Kalinskaya eindeutig innerhalb der Linie gelandet war. Diese Bilder waren zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht für die Spielerinnen und die Offiziellen auf dem Platz verfügbar.
Kalinskaya: "Verrückter Call"
Kalinskaya ließ es nicht dabei bewenden. Sie ging zum Schiedsrichter und machte mit ihren Händen deutlich, dass der Ball ihrer Meinung nach ein deutliches Stück Abstand zur Linie hatte. "Er war so weit drin", sagte sie, während sie mit ihren Händen die Distanz andeutete.
Der Schiedsrichter blieb jedoch bei der Entscheidung. "Er war sehr nah an der Linie. Ich weiß nicht, ob er drin oder draußen war, also müssen wir dem Call folgen."
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Anna Kalinskaya wurde bei ihrem Erstrundenmatch Opfer eines Fehlers
Fotocredit: Getty Images
Diese Antwort sorgte für noch mehr Frustration bei Kalinskaya. "Sie sind doch hier, um zu schauen!", reagierte sie. Kurz darauf fragte sie, ob ein Supervisor auf den Platz kommen könne. Auch diese Bitte wurde abgelehnt. "Warum sollte ich auf diesen verrückten Call hören?", fragte sich Kalinskaya sichtlich irritiert.
Der Fehler hatte direkte Folgen. Kalinskaya verlor letztlich jenes Spiel trotz ihrer 40:15-Führung. Doch darüber hinaus erwies sich der Zwischenfall als letztlich nicht als entscheidend für das Match: Sie erholte sich und gewann die Partie mit 6:4, 6:3.
USTA reagiert auf Fehler
Dennoch blieb die Frage im Raum, warum nicht eingegriffen werden konnte. Zumal die US Open in diesem Jahr erstmals auf allen Plätzen Videoüberprüfung bei solchen Situationen einsetzen.
Der amerikanische Tennisverband USTA hat inzwischen eingeräumt, dass ein Fehler im elektronischen Liniensystem vorlag. Laut Verband führte eine Störung dazu, dass die Vorhand von Kalinskaya fälschlicherweise als Aus gewertet wurde.
Dabei blieb es nicht. Die USTA räumte auch ein, dass die Offiziellen nicht das vollständige Protokoll befolgten. "In diesem Fall hätte eine neue Videoüberprüfung verwendet werden müssen", teilte ein Sprecher mit. Mit anderen Worten: Nach der Störung hätte der Schiedsrichter dennoch die verfügbare Videoüberprüfung nutzen müssen, um festzustellen, wo der Ball tatsächlich gelandet war.
Kalinskaya konnte letztlich aufatmen. Der Fehler kostete sie ein Spiel, aber nicht das Match. In der zweiten Runde wartet Wang Xinyu.
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