US Open – Naomi Osaka reagiert auf Zwischenfall mit Influencern bei ihrer Partie: "Musst den Sport respektieren"
Von Niklas Bien
Update 04/09/2026 um 13:25 GMT+2 Uhr
Der Vorfall rund um die lauten Influencer während der Partie von Naomi Osaka am Dienstag hat für reichlich Kritik gesorgt – nach ihrem Zweitrundenerfolg über Katerina Siniakova hat sich die betroffene Japanerin selbst geäußert. "Wenn du zu einer Sportveranstaltung kommst, musst du den Sport respektieren", sagte Osaka, die gleichzeitig aber auch die Vorteile der geladenen Content Creator betonte.
Naomi Osaka wurde bei ihrer Erstrundenbegegnung gestört
Fotocredit: Getty Images
Schiedsrichterin Paula Vieira Souza hatte genug gesehen – und gehört: "Leute, bitte, in der Loge hinter mir, setzt euch hin."
Osaka war in ihrer engen Erstrundenpartie gegen Anastasia Zakharova (7:6, 7:6) von lautem Geschrei und hellen Lichtern gestört worden. Die Schlussfolgerung, dass es sich bei der Gruppe um von den Organisatoren geladene Influencer handelte, lag nah.
"Ich finde, es gehört zum guten Ton, sich über den Sport zu informieren, insbesondere über die Verhaltensregeln", betonte Osaka am Donnerstag.
Grundsätzlich ist die Japanerin, die schon häufiger mit auffälligen Outfits auf dem Tennisplatz auf sich aufmerksam machte und über 3,3 Millionen Follower bei Instagram aufweisen kann, freilich kein Feind der sogenannten Content Creator.
Osaka sieht auch die Vorteile
"Ich denke, dass es eine gute Sache sein kann, wenn Leute den Sport bei ihrem Publikum bekannt machen, aber es muss viel besser gemanagt werden. Gerade in Situationen, wie bei meinem Erstrundenspiel", stellte die Japanerin klar.
Rund 100 Akkreditierungen vergaben die Veranstalter gesondert an Influencer. Das Tennis-Großevent will so neue Zuschauergruppen erschließen.
"Insgesamt gibt es große Vorteile. Du willst, dass Menschen das Wachstum der Sportart weiter vorantreiben. Ich denke, es sollte nur in einer Art und Weise sein, in der jeder die Regeln und die Verhaltensregeln kennt", schloss Osaka ihr kurzes Plädoyer auf der Pressekonferenz ab.
Die Weltranglistendritte Jessica Pegula hatte nach dem Zwischenfall deutlichere Worte gefunden. "Das wirkt irgendwie respektlos. Ich finde, es ist dieses Jahr etwas übertrieben geworden", hatte die US-Amerikanerin zuletzt klargestellt.
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