US Open 2026: Verletzungen wie zuletzt bei Carlos Alcaraz schnellen in die Höhe - auch Alexander Zverev besorgt

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Die Tennis-Spielergewerkschaft PTPA schlägt Alarm: Im ersten Quartal 2026 gab es verglichen mit dem Schnitt der jüngsten sieben Jahre 42 Prozent mehr Oberkörper-Verletzungen und 112 Prozent mehr Armverletzungen. Zudem seien Spielabbrüche durch Verletzungen um 53 Prozent und wieder aufgebrochene Verletzungen um 55 Prozent gestiegen. Spieler, Trainer und Ex-Profis sind besorgt und analysieren.

Carlos Alcaraz bei den US Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Alexander Zverev sieht zwei Hauptgründe für die gestiegene Anzahl an Blessuren auf der Tour: "Ich glaube immer noch, dass es viel mit dem Belag und den Bällen zusammenhängt."
Der 29-Jährige, der seit seiner Sprunggelenksverletzung 2022 von größeren Ausfällen verschont blieb, erklärte: "Die Bälle sind einfach ein bisschen toter geworden, man muss mehr auf den Ball draufhacken, damit der irgendwo hingeht. Dadurch kommen die ganzen Handgelenks-, Ellenbogenverletzungen und Armprobleme."
Bestes und prominentestes Beispiel: Carlos Alcaraz. Der Spanier fiel zwischen April und August 2026 aufgrund einer hartnäckigen Handgelenksverletzung aus. Bei Jannik Sinner hakt es aktuell am Knie. Jack Draper, im Juni 2025 noch die Nummer vier der Welt, plagt sich seit Langem mit einer Armverletzung herum - aktuell befindet er sich deshalb nur auf Platz 141 der Weltrangliste.
Zverev hatte in der Vergangenheit zudem immer wieder den aus seiner Sicht zu vollen Turnierkalender kritisiert. Er selbst stand 2025 bei der Anzahl der absolvierten Matches (82) an der Spitze, dahinter folgte Alcaraz mit 80.

Steigende Verletzungen: Ex-Profis und Trainer analysieren

Patrick Mouratoglou, aktuell Trainer von Stefanos Tsitsipas, nannte die Statistiken der PTPA "besorgniserregend" und "inakzeptabel".
Michael Kohlmann, deutscher Bundestrainer, machte wie Zverev unterschiedliche Bälle als Hauptgrund für die Blessuren aus. Diese würden auch zu unterschiedlichen Bespannungen führen - Stress für den Körper.
Boris Becker betonte derweil, dass die Schläger zudem immer weniger wiegen würden. Die Konsequenz sei, dass man "viel mehr aus dem Arm machen müsse".
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