Nick Kyrgios nach Wimbledon-Finale: "Mehr Respekt" vor Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer

Nick Kyrgios erreichte in Wimbledon sein erstes Grand-Slam-Finale, musste sich aber einem vertrauten Anblick geschlagen geben: Novak Djokovic holte sich seine siebte Trophäe bei diesem Turnier. Der lange Weg des Australiers ins Finale hat aber seine Bewunderung für die "Big Three", bestehend aus Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal gesteigert: "Ich zolle ihnen jetzt ein bisschen mehr Respekt."

Nick Kyrgios und Novak Djokovic nach dem Wimbledon-Finale

Fotocredit: Getty Images

Als Grund für die neue Sichtweise nannte Kyrgios die auf der großen Bühne erforderliche Mentalität: "Man muss einfach ein mentales Tier sein, um einen Grand Slam zu gewinnen", so der Australier auf dem "Citiopen"-Instagram-Account.
Der 27-Jährige erreichte in Wimbledon sein erstes Grand-Slam-Finale und jagte Djokovic einen frühen Schrecken ein, bevor er schließlich in vier Sätzen verlor. Die Enttäuschung über die Niederlage setzte erst mit Verzögerung ein: "Es ist verrückt. Nachdem ich das Finale gegen Novak verloren hatte, hat es mich nicht getroffen. Es hat mich eigentlich erst eine Woche später getroffen", sagte Kyrgios auf dem Citi Open Instagram-Account.
Nach einer Pause auf den Bahamas konzentriert sich Kyrgios nun mit gemischten Gefühlen auf die Aufwärmveranstaltungen der US Open: "In gewisser Weise ist es traurig, aber es war großartig. Ich habe eine kleine Bude hier auf den Bahamas und habe eine gute Woche mit Auszeit und Training hier verbracht, aber es waren ein paar hektische Wochen seit dem Finale."
Der Australier wird diese Woche in Atlanta spielen, bevor er nächste Woche bei den Citi Open in Washington D.C. antritt. Die US Open beginnen am 29. August.

Kyrgios staunt über Djokovic

Nach der Final-Erfahrung gegen Djokovic zollte Kyrgios seinem Kontrahenten Respekt: "Ich hatte das Gefühl, dass er frisch ist, als hätte er die letzten zwei Wochen kein Tennis mehr gespielt."
Rückblickend hält der Australier die Niederlage aber für einen Vorteil. Der Triumph hätte Kyrgios nach eigenen Angaben Motivations-Probleme gebracht: "Ich denke, Wimbledon ist der größte Titel überhaupt. Ich habe mich sogar mit meinem Team darüber unterhalten, dass ich dachte, wenn ich Wimbledon gewinne, würde ich danach wirklich mit der Motivation zu kämpfen haben. Ich wüsste wirklich nicht, was ich als Tennisspieler noch beweisen müsste", so der 27-Jährige.
Nun kann der 45. der Weltrangliste seinen Blick voller Triebkraft auf die anstehenden Aufgaben richten: "Es ist aufregend, ich blicke immer noch zurück und nehme so viel Selbstvertrauen daraus mit. Ich war nur eine Hürde von der Trophäe entfernt."
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Djokovic stellt klar: Australien-Saga wird sich nicht wiederholen

Quelle: Perform

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