Wimbledon: Andy Murray kämpft Oscar Otte wie zu seinen besten Zeiten nieder und zieht in die dritte Runde ein

Andy Murray (GBR/WC) hat in Wimbledon eine kämpferische Leistung wie zu seinen besten Zeiten gezeigt. Der zweifache Wimbledon-Champion kämpfte den Kölner Oscar Otte hat in der zweiten Runde nach 3:51 Stunden und fünf umkämpften Sätzen mit 3:6, 6:4, 6:4, 4:6, 2:6 nieder und ließ den Centre Court an der Chruch Road beben. Murray trifft als nächstes auf Denis Shapovalov (CAN/10).

Andy Murray in Wimbledon gegen Oscar Otte

Fotocredit: Getty Images

Schon beim Gang auf den legendären Centre Court von Wimbledon konnte sich Oscar Otte ein Grinsen nicht verkneifen - und dann sorgte er dafür, dass dem britischen Publikum in der Kathedrale des Tennis das Lachen zwischenzeitlich ordentlich verging. Der Kölner Qualifikant glänzte beim Rasen-Klassiker mit einer unbekümmerten Vorstellung gegen Publikumsliebling Andy Murray, den sensationellen Zweitrunden-Sieg gegen den zweimaligen Champion mit dem künstlichen Hüftgelenk verpasste er dennoch knapp.
"Natürlich will ich auch gewinnen", hatte Otte im Vorfeld betont - und daran ließ er keinen Zweifel. Der 27-Jährige, der erstmals überhaupt im Wimbledon-Hauptfeld stand, spielte gegen die frühere Nummer eins der Welt mutig und frech, nach 3:51 Stunden musste er Murray aber zum 3:6, 6:4, 6:4, 4:6, 2:6 gratulieren.
Dass Otte es mit prominenten Namen auf der ganz großen Bühne aufnehmen kann, hatte er jüngst bei den French Open bewiesen, wo er den späteren Halbfinalisten Alexander Zverev (Hamburg) in der Auftaktrunde über fünf Sätze beschäftigte. Auch Murray lieferte er spätestens ab Mitte des zweiten Satzes ein Match auf Augenhöhe, als er sich von einem Break-Rückstand zurückkämpfte.
Die Sensation lag in der Luft, und Otte wurde vor dem aufgepeitschten Publikum immer selbstbewusster. Aber auch Murray zeigte sein enormes Kämpferherz - der Centre Court wurde zum Hexenkessel. Dann musste das Dach geschlossen werden, nach der rund viertelstündigen Pause war bei Otte der Schwung kurz raus - aber es reichte für Murray, um den Entscheidungssatz zu erzwingen. Dort entwickelte sich eine Zitterpartie, in der der Favorit die besseren Nerven bewies.
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(SID)
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Quelle: Eurosport

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