Die Tatsache, dass Djokovic nicht bei den Australian Open teilnehmen konnte, hätte negative Auswirkungen auf seine Leistungen auf dem Platz gehabt, glaubt McEnroe.
"Ich denke, dass er deshalb vielleicht nicht so viel trainiert hat und in Monte Carlo - für seine Verhältnisse - außer Form war. Bei den French Open sah es zunächst so aus, als hätte er alles im Griff. Aber er hatte seit den US Open 2021 kein Grand-Slam-Match mehr gespielt und das hat ihn dann in Paris eingeholt", sagte McEnroe.
Djokovic war bei den French Open im Viertelfinale am späteren Sieger Rafael Nadal gescheitert.
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Phänomenal: Was Djokovic der Konkurrenz schon wieder voraus hat
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McEnroe hält Djokovic generell für einen der mental stärksten Profis auf der Tour. "Novak hatte schon viele Gelegenheiten, bei denen er gegen die beiden anderen Großen - Rafa (Nadal) und Roger (Federer) - mit Zuschauern zu kämpfen hatte, die nicht auf seiner Seite waren, und doch ist er mit ihnen auf Augenhöhe. Das sagt viel über seine mentale Verfassung aus", so McEnroe.

McEnroe: Djokovic droht Absturz auf Weltranglistenposition 40

Doch die Pandemie und insbesondere die Folgen seines Impfverzichts hätten Djokjovic zugesetzt. "Ich glaube nicht, dass er in der Lage war, mit den Konsequenzen umzugehen, obwohl er an seiner Überzeugung festhielt", so McEnroe.
Der Druck in Wimbledon sei für Djokovic besonders hoch, da er - zumindest nach aktuellem Stand - nicht an den US Open teilnehmen kann, da die USA nach wie vor Ungeimpften die Einreise verweigert.
Im schlimmsten Fall droht Djokovic der Absturz in der Weltrangliste, da er seine Punkte aus dem letzten Jahr in New York nicht verteidigen kann. Daran würde auch ein Sieg in Wimbledon nichts ändern, da dort in diesem Jahr keine Weltranglistenpunkte vergeben werden.
McEnroe: "Er könnte hier gewinnen und in ein paar Monaten auf Weltranglistenplatz 40 stehen. Das ist doch verrückt und unglücklich."
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