Wimbledon 2022: Jule Niemeier schlägt mit Anett Kontaveit die Nummer zwei der Setzliste in Runde zwei

Jule Niemeier hat in der 2. Runde von Wimbledon 2022 für eine große Überraschung gesorgt. Die 22 Jahre alte Dortmunderin schlug die Estin Anett Kontaveit in nur 57 Minuten 6:4, 6:0. Kontaveit ist die Nummer drei der Weltrangliste und in Wimbledon an Position zwei gesetzt. Niemeier, selbst die Weltranglisten-97., hatte vor dieser Woche noch nie zuvor ein Grand-Slam-Match gewonnen.

Jule Niemeier in Wimbledon 2022

Fotocredit: Getty Images

Wimbledon-Debütantin Jule Niemeier hat nach dem bislang größten Sieg ihrer Tenniskarriere die dritte Runde beim Rasenklassiker im All England Club erreicht.
Die 22-Jährige aus Dortmund besiegte überraschend die an Position zwei gesetzte Anett Kontaveit (Estland) 6:4, 6:0. Nach nur 59 Minuten verwandelte Niemeier, die erst ihr zweites Majorturnier spielt, ihren ersten Matchball.
"Hier auf Court 1 zu gewinnen, ist ein unglaubliches Gefühl", sagte die Nummer 97 der Weltrangliste: "Das war eines der besten Matches, das ich je gespielt habe." Niemeier stand erstmals auf einem der großen Grand-Slam-Courts und auch zum ersten Mal einer Konkurrentin aus den Top 10 gegenüber.
Großen Respekt zeigte sie nicht: Wie bei ihrem Auftaktsieg über die Chinesin Wang Xiyu dominierte die von Christopher Kas trainierte Niemeier mit ihrem Aufschlag - noch immer hat sie kein Break zugelassen.

Niemeier überspielt ihre Nervosität

"Ich bin sehr glücklich", sagte sie bei "Sky": "Ich habe vom ersten bis zum letzten Spiel sehr gut gespielt, bin vor allem sehr ruhig geblieben und habe keine Gedanken in meinen Kopf kommen lassen."
Sie sei vorher nervös gewesen, "konnte das aber gut überspielen". In Runde drei trifft Niemeier, eine der deutschen Hoffnungen für die Zeit nach der "goldenen Generation" um Angelique Kerber (Kiel), auf Lesia Tsurenko (Ukraine).
"Ich habe großes Vertrauen in Jules Fähigkeiten", meinte Ex-Profi Kas, den der Leistungsanstieg seiner Spielerin in den letzten Monaten aber schon überrascht hat: "Ich dachte: wow! Jule hat das heute einfach fantastisch gemacht."

Kontaveit: Fehlstart mit Beltz

Erst im Mai in Paris hatte sie ihre Premiere im Hauptfeld eines der vier wichtigsten Tennisturniere der Welt gegeben, aber knapp gegen die frühere US-Open-Siegerin Sloane Stephens (USA) verloren.
Für den früheren Kerber-Coach Torben Beltz beginnt derweil die Zusammenarbeit mit Kontaveit (26) mit einer Enttäuschung.
Der 45-Jährige stieß erst kurz vor Wimbledon zum Team der Weltranglistendritten. Auf Beltz und Kontaveit wartet nach der schwachen Vorstellung gegen Niemeier eine Menge Arbeit.
(mit SID)
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Quelle: Perform

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