Wimbledon - Kyrgios: Vor Nadal-Match um vier Uhr aus dem Pub geholt - Australier spricht über schwierige Vergangenheit

Nick Kyrgios hat trotz anfänglicher Verletzungsprobleme das Viertelfinale von Wimbledon erreicht. Gegen Brandon Nakashima musste er sich mehrfach behandeln lassen, biss sich aber in fünf Sätzen durch. Später gab der Australier Entwarnung: "Ich habe in den vergangenen anderthalb Monaten einfach viel Tennis gespielt", so Kyrgios, der auch über Schattenmomente in seiner Vergangenheit sprach.

Nick Kyrgios

Fotocredit: Getty Images

"Es war vom Level her nicht annähernd meine beste Performance, aber ich bin super happy, es geschafft zu haben", sagte ein erleichterter Kyrgios im On-Court-Interview nach dem 6:4, 4:6, 7:6 (7:2), 3:6, 6:2-Erfolg gegen Nakashima: "Brandon hat noch nie auf diesem Court gespielt, ich denke, das hat heute den Ausschlag gegeben."
Trotz zwischenzeitlicher Schmerzen in der rechten Schulter, wegen derer Kyrgios sogar zweimal den Physiotherapeuten rufen musste, gab sich der Australier nicht auf:
"Meine Statistik in Fünfsatz-Matches hier ist ziemlich gut, ich habe noch keines verloren", so der 27-Jährige, der im All England Club in Duellen über die volle Distanz nun bei 6:0 steht: "Daran habe ich gedacht. Ich war bereits an dieser Stelle, ich habe es schonmal geschafft."
Und die Verletzung? "Ich habe in den vergangenen anderthalb Monaten viel Tennis gespielt und ich bin stolz darauf, wie ich das Schiff manövriert habe", wischte der Weltranglisten-40. die Probleme lapidar beiseite. Nach dem Drittrunden-Match gegen Tsitsipas habe er bereits leichte Schmerzen in der Schulter gespürt: "Ich habe schon geahnt, dass mein Körper jetzt anfängt und ein paar Probleme bereitet."
"Ich habe heute hart gekämpft und es war speziell, hier nochmal antreten zu dürfen. Ich brauche heute Abend definitiv ein Glas Wein! Ganz sicher!", so Kyrgios weiter.

Kyrgios spricht über schwierige Vergangenheit: "Ich bin einen weiten Weg gegangen"

Bei der anschließenden Pressekonferenz begnügte er sich mit einer zuckerfreien Cola und gab sich deutlich weniger angriffslustig als zwei Tage zuvor. Eher nachdenklich. "Es gab eine Zeit, da musste ich um 4:00 Uhr morgens aus dem Pub geholt werden, weil ich später gegen Nadal in der zweiten Runde gespielt habe", sagte Kyrgios: "Ich bin einen weiten Weg gegangen."
Und der hat ihn zum zweiten Mal nach 2014 in die Runde der besten Acht in Wimbledon geführt.
Damals hatte Kyrgios als Teenager Rafael Nadal geschlagen, die großen Erwartungen daraufhin aber nicht erfüllt. Auch weil er unter Depressionen litt, wie er im Februar bekannt gab. Damals habe er getrunken und zu Drogen gegriffen.
In dieser Saison hat er seine Leistung stabilisiert und ist damit eine Gefahr für die Größten der Tennisszene. Vor allem, wenn er sich zusammenreißt wie gegen Nakashima.
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(mit SID)
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Entertainer oder Störenfried? Fans haben klare Meinung zu Kyrgios

Quelle: Perform

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