Nick Kyrgios spuckt bei Sieg gegen Paul Jubb in Richtung eines Zuschauers: Er wollte "nur provozieren"

Nick Kyrgios hat nach seinem Erstrundenerfolg in Wimbledon gegen Paul Jubb bestätigt, dass er während der Partie ausspuckte, um sein Missfallen einem Fan gegenüber zu unterstreichen. "Ich habe schon lange mit Hass und Negativität zu kämpfen", erklärte der 27-Jährige auf der Pressekonferenz. Der betreffende Fan habe es ihm gegenüber an Respekt fehlen lassen, daher die Spuckaktion.

'He's not a villain at all, I'm glad he's here' - Wilander on Kyrgios antics at Wimbledon

Quelle: Eurosport

Nick Kyrgios drehte sich um und spuckte in Richtung der Tribüne.
Dort saß der Adressat der ungewöhnlichen Botschaft. "Einer von denen hat mich nicht respektiert", ließ der Australier wissen. Er habe verbal "eine Menge abbekommen", die Spuckattacke sei eine Reaktion darauf gewesen. "Mit jemandem, der mich unterstützt, würde ich das nicht machen", so Kyrgios nach dem 3:6, 6:1, 7:5, 6:7 (3:7), 7:5-Erfolg gegen den britischen Außenseiter Paul Jubb.
Er habe "kein Problem damit, viel davon zu bekommen", aber: "Ich verstehe nicht, dass ich bestraft werde, sobald ich das zurückgebe - wie zum Beispiel in Stuttgart."
Dort setzte sich der Weltranglisten-40. im Halbfinale gegen Andy Murray verbal gegen rassistische Beleidigungen von den Rängen zur Wehr - und wurde dafür während der Partie mit einem Spielabzug sanktioniert.
"Wann hört das endlich auf, dass man mit rassistischen Beleidigungen aus der Menge umgehen muss?", schrieb Kyrgios damals auf Instagram. Er wisse, dass sein Verhalten "nicht immer optimal" sei, "aber Kommentare wie 'du kleines schwarzes Schaf' und 'halt die Klappe und spiel' sind nicht akzeptabel", unterstrich der Tennisstar.
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Schett verurteilt Spuck-Eklat von Kyrgios: "Wann wird er lernen?"

Quelle: Eurosport

Kyrgios fordert Stadionverweis für Zuschauer

Der respektlose Zuschauer in Wimbledon wiederum sei nicht zum Match gekommen, um einen der Spieler zu unterstützen, sondern "nur um zu provozieren", erläuterte Kyrgios. "Das ist in Ordnung, aber wenn ich mich wehre, dann ist das eben so." Inklusive Spuckaktion.
Mehr noch: Kyrgios wirkte sogar darauf hin, die aus seiner Sicht unliebsamen Besucher des Stadions zu verweisen. "Das sind Zuschauer, die Geld bezahlen, um uns spielen zu sehen. Sie sollten entfernt werden", gab der Australian-Open-Champion im Doppel Stuhlschiedsrichterin Marija Cicak zu verstehen. Soweit kam es freilich nicht.

Wimbledon will Kyrgios-Vorfall prüfen

Die Turnierorganisatoren wollen indes den Spuckvorfall prüfen. Sollten sich Bedenken ergeben, würde das "Schiedsrichterbüro in Absprache mit dem Grand-Slam-Supervisor über etwaige Geldstrafen entscheiden", bestätigte ein Sprecher des All England Club. Man behalte sich überdies vor, die "Abschriften der Pressekonferenzen zu überprüfen".
Gut möglich, dass Kyrgios vor seinem Zweitrundenmatch gegen Filip Krajinovic noch eine unangenehme Nachricht ins Haus steht.
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'Underarm serves are not disrespectful at all' - Wilander on Murray and Kyrgios tactic at Wimbledon

Quelle: Eurosport

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