Wimbledon: Novak Djokovic erreicht mit Mühe zweite Runde - Soonwoo Kwon bereitet dem Serben Probleme

Novak Djokovic (SRB/1) hat erwartungsgemäß die zweite Runde von Wimbledon erreicht. Der 20-malige Grand-Slam-Sieger musste beim 6:3, 3:6, 6:3, 6:4 gegen Soonwoo Kwon jedoch einen Satz abgeben und hatte mit dem Südkoreaner deutlich mehr Probleme als gedacht. In der zweiten Runde trifft Djokovic nun auf Thanasi Kokkinakis (Australien), der Kamil Majchrzak (Polen) 7:6 (7:5), 6:2, 7:5 besiegte.

Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

Es war ein hartes Stück Arbeit für Novak Djokovic auf dem Centre Court. Der Serbe präsentierte sich über weite Strecken nicht wie der Rasen-Dominator der vergangenen Jahre, der das Turnier an der Church Road in den vergangenen zehn Jahren sechs Mal gewinnen konnte.
"Er hat richtig stark gespielt. Ohne Vorbereitungsmatches fühlt man sich weniger selbstbewusst, als man es gerne hätte", sagte Djokovic im Anschluss an die Partie über seinen Gegner: "Ich musste einen Weg finden, Kontrolle über die Punkte zu gewinnen. Mein Aufschlag hat geholfen. Hätte er den Breakball im dritten Satz verwandelt, hätte es anders laufen können."
Djokovic (35) gilt nach drei Triumphen in Serie als Favorit im All England Club, ohne den ausgeschlossenen Weltranglistenersten Daniil Medvedev aus Russland und dessen verletzten Verfolger Alexander Zverev (Hamburg) ist er an Position eins gesetzt.
Gegen Kwon, Nummer 81 im Ranking, unterliefen Djokovic ungewohnt viele Fehler. Nach dem Aus im Viertelfinale der French Open gegen Rafael Nadal hatte er pausiert und kein Vorbereitungsturnier gespielt. Die fehlende Matchpraxis auf Rasen war ihm anzumerken.

Djokovic taumelt, fällt aber nicht

Im ersten Satz lag der Serbe schnell mit Break zurück, konnte den Kopf mit fünf Spielgewinnen in Folge aber noch einmal aus der Schlinge ziehen und sicherte sich den ersten Durchgang 6:3.
Doch wer dachte, dass das Pendel damit in Richtung des Weltranglistendritten ausschlagen würde, der sah sich getäuscht. Kwon breakte den fehleranfälligen Djokovic auch zu Beginn des zweiten Satzes, wehrte danach gleich mehrere Breakbälle des Serben ab und hielt seinen Aufschlag. Nach einer Stunde und sieben Minuten ging der zweite Durchgang an den 24-jährigen Außenseiter.
Djokovic taumelte, fiel jedoch nicht. Zwar blieb auch im dritten Satz eine deutliche Steigerung aus, doch ein Break zum zwischenzeitlichen 5:3 reichte Djokovic zur erneuten Satzführung. Auch im vierten Satz reichte dem Serben ein Break, um den entscheidenden Durchgang für sich zu entscheiden.
Nach 2:27 Stunden verwandelte Djokovic seinen ersten Matchball.

Djokovic droht Aus bei den US Open

Für Djokovic ist Wimbledon wohl die letzte Chance in diesem Jahr auf seinen 21. Grand-Slam-Titel. Zu den US Open in New York wird er als Ungeimpfter aller Voraussicht nach nicht reisen dürfen. Schon die Australian Open im Januar hatte Djokovic verpasst.
"Ich würde liebend gerne in die Staaten reisen. Aber nach heutigem Stand ist das nicht möglich, und da gibt es nicht viel, das ich tun kann", sagte Djokovic: "Es liegt an der US-Regierung, eine Entscheidung zu treffen, ob sie ungeimpfte Menschen in ihr Land lassen." In Wimbledon darf Djokovic wie zuletzt auch bei den French Open ungeimpft antreten.
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(mit SID)
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Quelle: Perform

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