Wimbledon - Rafael Nadal verrät nach Kraftakt: "Vor ein paar Wochen war ich dem Rücktritt nahe"

Nach dem Zweitrundensieg in Wimbledon hat Rafael Nadal zugegeben, kürzlich über ein Karriereende nachgedacht zu haben. "Vor ein paar Wochen war ich kurz davor, zurückzutreten", verriet der Spanier nach dem 6:4, 6:4, 4:6, 6:3 gegen den Litauer Ricardas Berankis. Doch: "Jetzt habe ich dieses Gefühl nicht mehr", so der 36-Jährige. Vor der Zeit nach seiner aktiven Laufbahn hat Nadal aber keine Angst.

Rafael Nadal gibt nach Kraftakt in Wimbledon zu: "Vor ein paar Wochen war ich dem Rücktritt nahe ..."

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"Ich bin froh, dass ich ein sehr glückliches Leben außerhalb des Tennis habe, auch wenn Tennis in den vergangenen 30 Jahren immer ein wichtiger Teil meines Lebens war", erklärte Nadal nach dem Zweitrundenmatch in Wimbledon. Insofern fürchte sich Nadal nicht vor dem Ende seiner Karriere. "Wenn es kommt, wird es eine Veränderung sein und man wird sich daran anpassen", so der Spanier gelassen.
Schon eine Teilnahme in Wimbledon schien lange ungewiss: Nach dem French-Open-Triumph Anfang Juni hatte er verraten, bei allen sieben Spielen in Paris schmerzlindernde Injektionen bekommen zu haben. "Es ist offensichtlich, dass ich so nicht weitermachen kann und auch nicht weitermachen will", hatte er nach seinem 14. Roland-Garros-Titel erklärt.
Doch kurz vor dem Start beim Rasenklassiker hatte Nadal seine Fußprobleme wohl zum ersten Mal seit 18 Monaten in den Griff bekommen. "Wenn ich aufwache, habe ich nicht mehr diese Schmerzen wie in den vergangenen anderthalb Jahren", erklärte er am vergangenen Samstag vor dem Turnierbeginn in Wimbledon.
Dennoch startete Nadal in Wimbledon holprig, gab sowohl zum Auftakt gegen Francisco Cerundolo als auch gegen Berankis jeweils den dritten Satz ab. Gerade gegen Berankis tat sich Nadal ungewohnt schwer.
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Rafael Nadal zog gegen Ricardas Berankis in die dritte Runde ein

Fotocredit: Eurosport

Nadal: "Jeder Tag ist eine Herausforderung"

Vor allem die fehlende Aggressivität in den Ballwechseln, die mitunter hohe Fehlerquote und das verhältnismäßig niedrige Tempo gaben zu denken. "Ich habe in den zurückliegenden drei Jahren nicht viel auf Gras gespielt", begründete Nadal. In seinem On-Court-Interview nach dem Match gab der Mallorquiner zu: "Jeder Tag ist eine Herausforderung. Das ist die Wahrheit."
Mut machte dem Rekord-Grand-Slam-Champion, der zuletzt vor zwölf Jahren in Wimbledon triumphierte, dagegen die Leistungssteigerung im vierten Satz. "Ich denke, da war es ein gutes Level. Der Serve hat viel besser funktioniert", analyiserte der Linkshänder.
Sorgen bereiten Nadal allerdings die steigenden Corona-Infektionen. Am Donnerstag wurde nach Matteo Berrettini und Marin Cilic auch Roberto Bautista Agut positiv auf das Virus getestet. Es sei keine Angst, so Nadal: "Es ist Realität. Ich mache nicht viele Dinge, ich bleibe zu Hause."
Dennoch: Nadal hat in Wimbledon große Ziele, greift nach 2008 und 2010 nach seinem dritten Titel in London. Am Samstag kämpft Nadal gegen den Italiener Lorenzo Sonego um den Einzug ins Achtelfinale.
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Quelle: Perform

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