Wimbledon - Alexander Zverev kritisiert Ansetzungen in London: "Andere haben mehr erreicht als Jannik Sinner"
Alexander Zverev spult derzeit ein straffes Programm ab im All England Club. Aufgrund des Regens, verschobener Matches und nicht zuletzt der Planungen durch die Veranstalter von Wimbledon muss der Olympiasieger drei Partien an drei Tagen spielen. Diese Tatsache allein ärgert Zverev nicht allzu sehr, wohl aber der Fakt, dass ein Spieler wie Jannik Sinner wesentlich bessere Ansetzungen bekam.
Alexander Zverev in Wimbledon
Fotocredit: Imago
Es war schon sehr kurios: Als Alexander Zverev bei diesem Wimbledon-Turnier seinen ersten Ball spielte, standen Spieler wie Jannik Sinner oder Novak Djokovic bereits in der 3. Runde.
Ein Umstand, der im Londoner Regen und den ebenso häufigen Unterbrechungen sowie Verschiebungen begründet liegt. Glück hatten nur jene Profis, die auf einem der beiden überdachten Plätze, dem Centre Court und dem No. 1 Court, antreten durften.
Mit dem "Glück" ist das aber so eine Sache, denn natürlich wollen die Organisatoren dem Publikum auf diesen beiden Courts attraktive Namen und spannende Matches bieten. Es verwundert also nicht, dass Superstars wie Djokovic oder britische Hoffnungsträger wie Andy Murray, Cameron Norrie und Daniel Evans dort häufiger spielen.
Zverev wurde dagegen am Dienstag auf No. 3 Court und am Mittwoch auf No. 2 Court angesetzt - gespielt hat er aufgrund des Regens aber nicht. Erst am Donnerstag schoben die Veranstalter die Partie des Hamburgers auf den überdachten No. 1 Court.
Zverev: "Ich mag Sinner total, aber ..."
Schmeckte Zverev natürlich nicht, zumal ein Spieler wie Sinner am Montag und Mittwoch jeweils auf einem überdachten Platz spielen konnte. "Ich mag Jannik total, aber es gab andere Namen in der 1. Runde wie Medvedev, Berrettini oder mich", monierte der 26-Jährige. "Ob man da Jannik in der 2. Runde unterm Dach ansetzen muss, wo wir anderen noch nicht mal die 1. Runde gespielt haben, weiß ich nicht."
Da hätten "andere im Tennis schon mehr erreicht als Sinner", führte Zverev aus. Es habe die Möglichkeit bestanden, "andere große Namen auf Platz eins anzusetzen".
Zverev: Djokovic ist eine Ausnahme
Im Fall von Djokovic lägen die Dinge hingegen ein wenig anders, obwohl der Serbe ebenfalls nur in den beiden überdachten Arenen spielte. "Novak ist der Einzige, der sich das erarbeitet hat. Er wird nie wieder in seiner Karriere auf Court 2 spielen. Aber er selbst hat gesagt, dass es falsch ist, wie es gelaufen ist", erläuterte Zverev.
Immerhin: In der 3. Runde gegen den ehemaligen Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini (Samstag ab ca. 18:00 im Ticker) darf auch Zverev auf den No. 1 Court. Offenbar ist die Partie den Turnierveranstaltern attraktiv genug ...
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