Wimbledon 2023 - Iga Swiatek wehrt gegen Olympiasiegerin Belinda Bencic zwei Matchbälle ab und steht im Viertelfinale
Iga Swiatek hat im Achtelfinale von Wimbledon mit Müh und Not das Aus verhindert. Die Weltranglistenerste aus Polen musste gegen Olympiasiegerin Belinda Bencic zwei Matchbälle abwehren und setzte sich 6:7 (4:7), 7:6 (7:2), 6:3 durch. Damit steht Swiatek erstmals in ihrer Laufbahn im Viertelfinale im All England Club und trifft auf Elina Svitolina, die Victoria Azarenka 2:6, 6:4, 7:6 (11:9) schlug.
Iga Swiatek in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Bencic sorgte zunächst mir ihrer Kaltschnäuzigkeit für Aufsehen und wehrte im ersten Satz alle sechs (!) Breakbälle von Swiatek ab.
Mehr noch: Im Tiebreak war die an Position 14 gesetzte Schweizerin hellwach und behielt mit 7:4 die Oberhand.
Swiatek tat sich weiterhin sehr schwer, eröffnete den zweiten Satz aber immerhin mit ihrem ersten Break.
Allerdings gab die 22-Jährige den Vorteil wieder aus der Hand und musste ihr Aufschlagspiel zum 3:3 abgeben.
Wenig später musste die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin beim Stand von 4:5 gegen das Turnier-Aus aufschlagen - und blieb cool.
Swiatek wehrt zweit Matchbälle ab
Zwei Spiele danach wackelte Swiatek gewaltig, hatte bei 15:40 zwei Matchbälle gegen sich.
Die Polin behielt allerdings die Nerven und brachte ihr Spiel doch noch durch, ehe sie im Tiebreak aufdrehte (7:2) und den dritten Satz erzwang.
"Wenn du zwei Matchbälle gegen dich hast, dann hast du nichts mehr zu verlieren und kannst angstfreier aufspielen", sagte Swiatek nach der Begegnung.
Bencic-Doppelfehler sorgt für Vorentscheidung
Die Partie blieb auch im dritten Satz umkämpft, Swiatek hatte aber jetzt Vorteile. Bitter für Bencic: Aufgrund eines Doppelfehlers verlor sie ihr Aufschlagspiel zum 1:3. Es war die Vorentscheidung.
Die 26-Jährige versuchte noch einmal alles, um einen Fuß in die Türe zu bekommen, kam aber nicht mehr zum Re-Break. Nach 3:02 Stunden nutzte Swiatek ihren ersten Matchball.
Sie habe "einen solchen Sieg gebraucht", um auf Rasen weiter Selbstvertrauen zu gewinnen, erklärte die 22-Jährige. Diese Saison sei ihre bislang beste auf Rasen und so hoffe sie, noch möglichst lange im Wettbewerb zu bleiben.
Svitolina: "Der zweitglücklichste Moment in meinem Leben"
Parallel zum Dreistunden-Fight zwischen Swiatek und Bencic lieferten sich auf No. 1 Court Elina Svitolina und Victoria Azarenka ein ebenso dramatisches Duell. Nach 2:46 Stunden behielt die Ukrainerin im Match-Tiebreak mit 11:9 die Oberhand.
"Nach der Geburt unserer Tochter ist dies wohl der zweitglücklichste Moment in meinem Leben", brach es nach dem Sieg aus Svitolina heraus.
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Quelle: Eurosport
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