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Mats Wilander exklusiv vor Wimbledon über Chancen von Holger Rune: "Wurde einige Male wachgerüttelt!"
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Publiziert 29/06/2023 um 07:47 GMT+2 Uhr
In wenigen Tagen beginnt Wimbledon. Auch der Weltranglistensechste Holger Rune rechnet sich wohl einige Chancen aus. Eurosport-Experte Mats Wilander hat jedoch Zweifel, ob der junge Däne schon bereit ist: "Ich denke, dass Holger Rune in diesem Jahr einige Male wachgerüttelt wurde. Er hat Matches verloren, die er wirklich nicht verlieren sollte, wenn man fünf bis zehn Grand Slams gewinnen will."
Holger Rune
Fotocredit: Getty Images
Als Beispiel nannte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger etwa das Finale von Monte Carlo gegen Andrey Rublev. Rune hatte in diesem Match den ersten Satz für sich entschieden, dann aber noch verloren (7:5, 2:6, 5:7).
"Er hätte sich im Finale von Rom besser gegen Daniil Medvedev wehren sollen (5:7, 5:7, Anm. d. Red.)", erklärte Wilander weiter: "Bei den Australian Open in diesem Jahr hätte er höchstwahrscheinlich nicht gegen Rublev verlieren dürfen. Ich denke, dass er physisch und taktisch gut ist und weiß, wie man auf Rasen spielt."
Allerdings sieht der Schwede einige Fragezeichen, "wenn es um die Nerven in großen Spielen geht".
"Ist er möglicherweise zu aufgeregt, wenn er große Kämpfe bestreitet? Bekommt er Krämpfe, wie Carlos Alcaraz in der Hand und den Beinen? Hat Rune bei großen Kämpfen eine etwas zweifelhafte Mentalität?", fragte sich Wilander im exklusiven Interview.
Wilander: Rune muss sich noch beweisen
"Ich sage, er ist ein viel besserer Spieler, wenn der Druck auf seinem Gegner liegt und nicht auf ihm", so der 58-Jährige. Er könne daher auch noch nicht sagen, "dass Rune das Zeug dazu hat, mehrere Grand Slams zu gewinnen, weil wir diesen Teil seiner Mentalität noch nicht gesehen haben".
Der 20-Jährige habe alle technischen Fertigkeiten, um dies zu erreichen. "Er weiß, wie man die verschiedenen Schläge spielt, die man braucht. Aber mental muss ich immer noch sehen, wie Holger ein großes Turnier gewinnt, wie er einen großen Spieler schlägt, wenn der Druck sehr hoch ist und man erwartet, dass er gut abschneidet", so Wilander.
Rekord-Grand-Slam-Champion Novak Djokovic schlug Rune in diesem Jahr zwar bereits (im Viertelfinale von Rom 6:2, 4:6, 6:2, Anm. d. Red.). Doch Wilander stellte klar: "Novak war einen Teil des Spiels nicht wirklich anwesend. Rune muss also noch ein paar Dinge beweisen, nicht mir, sondern wahrscheinlich sich selbst, wenn es um die großen Punkte und die großen Spiele geht."
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Rune krallt sich souverän das Viertelfinalticket - Highlights
Quelle: Perform
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