Wimbledon - Novak Djokovic beeindruckt mit unglaublicher Tiebreak-Serie: "Gegner wissen um diese Bilanz"

Novak Djokovic scheint auf dem Weg zu seinem achten Wimbledon-Triumph unaufhaltsam zu sein. Im Endspiel an der Church Road trifft der Serbe auf Carlos Alcaraz, der als zukünftiger Widersacher Djokovics gilt. Doch der 36-Jährige bewies in Wimbledon einmal mehr, dass er in den entscheidenden Momenten hellwach ist - und unterstrich drüber hinaus seinen Status als absolutes Tiebreak-Monster.

Es ist vollbracht! Djokovic und Alcaraz machen Traumfinale perfekt

Quelle: Perform

Als Novak Djokovic nach 2:47 Stunden seinen Matchball gegen Jannik Sinner im Halbfinale von Wimbledon verwandelte, machte Djokovic nicht nur seinen neunten Finaleinzug an der Church Road perfekt. Vielmehr setzte der serbische Rekord-Grand-Slam-Champion gegen die italienische Nummer acht der Welt eine unglaubliche Serie fort.
Die Entscheidung gegen Sinner fiel nämlich im Tiebreak des dritten Satzes - und Djokovic behielt dabei zum 13. Mal in Folge die Oberhand. Seit April diesen Jahres hatte Djokovic in keinem einzigem Tiebreak das Nachsehen.
Eine Qualität, die im Finale gegen Carlos Alcaraz (Sonntag, 15:30 Uhr live im Ticker) den Unterschied machen kann - und deren sich Djokovic selbst auch bewusst ist.
"Je länger die Serie andauert, desto widerstandsfähiger oder härter bin ich in diesen besonderen Situationen", tankt Djokovic Selbstvertrauen aus seinem eindrucksvollen Lauf. "Wenn ich jetzt in einen Tiebreak gehe, fühle ich mich wohler als mein Gegner, allein schon wegen des Rekords. Ich denke, dass meine Gegner auch um diese Bilanz wissen. Das macht mental einen Unterschied."

Djokovic wird zum Herrn des Glücks

"Tiebreak ist in gewisser Weise ein Glücksspiel, weil ein oder zwei Punkte wirklich den ganzen Verlauf eines Tiebreaks auf Rasen entscheiden können", ging Djokovic auf die Besonderheit der Situation ein.
"Wenn man einen Doppelfehler macht oder den ersten Aufschlag verschlägt, der Gegner einen tollen Return spielt und man seinen Aufschlag bis zum Ende des Tiebreaks hält, kann das schon reichen", führte er weiter aus.
"Deshalb sind Tiebreaks auf Rasen wahrscheinlich noch stressiger als auf jedem anderen Belag, weil man weiß, dass man vielleicht nicht so viele Chancen hat, in den Ballwechsel zu kommen", so Djokovic.
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Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

Druck? Djokovic wird im Tiebreak zum Monster

Im Jahr 2023 konnten bislang nur vier Spieler Djokovic im Tiebreak bezwingen. Sebastian Korda gelang dies beim ATP-Turnier in Adelaide, Enzo Couacaud setzte einen solchen Nadelstich in der Runde der letzten 64 bei den Australian Open.
Luca van Assche und Dusan Lajovic gelang es beim ATP-250-Turnier in Banja Luka vor rund drei Monaten letztmals, Djokovic im Tiebreak zu schlagen. Seitdem - pure mentale Dominanz.
Auch mit Blick auf die letzten 52 Wochen vermag der ein oder andere Gegner vor Djokovic zu erstarren. Insgesamt 30 Tiebreaks bestritt der siebenmalige Wimbledonsieger in den vergangenen 365 Tagen, 80 Prozent davon - also 24 - entschied er für sich. Das ist Bestwert auf der ATP-Tour.

Alcaraz knackte Djokovic bereits im Tiebreak

"Ich denke, es ist eine Art Mentalität der Abriegelung", blickte Djokovic bei den French Open auf seine ungeheure Konzentration im Tiebreak. "Ich bin präsent, ich konzentriere mich nur auf den nächsten Punkt, und ich muss wirklich klar darüber nachdenken, was ich tun will."
Für Djokovic ist es jedoch nicht immer derselbe Ablauf. "Das hängt natürlich davon ab, mit wem man es bei einem bestimmten Gegner zu tun hat", ließ er durchblicken.
Eine Chance also für Alcaraz? Im Halbfinale des Masters von Madrid 2022 setzte sich der 20-jährige Spanier in drei Sätzen gegen Djokovic durch - und die Entscheidung fiel ausgerechnet im Tiebreak.
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Wilander exklusiv: Warum Djokovic die Widrigkeiten helfen

Quelle: Eurosport

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