Wimbledon: Novak Djokovic bekommt nicht den nötigen Respekt - Victoria Azarenka lobt Rekord-Grand-Slam-Champion

Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic - über zwei Jahrzehnte hinweg wurde die ATP-Tour von den drei Großmeistern des Tennis geprägt. Spätestens seit den French Open 2023 hat sich Djokovic zumindest statistisch von seinen beiden Rivalen abgehoben. Laut Victoria Azarenka bekommt der Serbe für seine Karriere aber nicht den Respekt, den er verdient. Die Belarussin verteidigt den 36-Jährigen.

Victoria Azarenka und Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

"Ich habe das Gefühl, dass Djokovic keine Anerkennung bekommt. Er bekommt nicht die Anerkennung, die er verdient", wird Azarenka von "Tennis World USA" zitiert.
Laut der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin unterscheiden sich die Big 3 - die großen drei Namen des Herren-Tennis - in drei einfachen Punkten. "Roger [Federer], seine Eleganz, sein unglaubliches Talent. Ich denke, er ist der talentierteste unter den dreien. Rafael [Nadal] ist einfach ein Kämpfer, mit ganzem Herzen", führte Azarenka weiter aus.
Bei Djokovic käme es letztlich auf die mentale Stärke an, welche die 31-Jährige in dieser Ausprägung bislang noch nie gesehen habe. "Novak hat einen Verstand - ich glaube, das habe ich noch bei keinem Sportler gesehen", zeigte sie sich beeindruckt.
"Einige der Kritikpunkte, mit denen er konfrontiert ist, hat er sich selbst zuzuschreiben", lenkte die Belarussin ein. "Aber man muss respektieren, dass er zu dem steht, woran er glaubt, und nicht davon abweicht." Letzten Endes habe dies aber nichts in der Debatte über die Qualitäten eines Spielers zu suchen.

Azarenka: "Leute messen mit zweierlei Maß"

"Man kann ihm zustimmen, man kann ihm nicht zustimmen - aber er ist mental einfach so diszipliniert", so Azarenka. "Ich denke, er bekommt nicht genug Anerkennung, und ich bin erstaunt darüber."
Sie selbst könne sich am Ende des Tages eher mit Djokovic identifizieren als mit Federer oder Nadal.
"Er wurde schon so oft als Bösewicht dargestellt", erklärte Azarenka, die nach ihrer Achtelfinal-Niederlage in Wimbledon gegen die Ukrainerin Elina Svitolina ausgebuht wurde. Den Zuschauern stieß es sauer auf, dass Azarenka nach dem Match nicht für den üblichen Handshake zum Netz gelaufen war - den Svitolina übrigens ohnehin abgelehnt hätte.
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Viktoria Azarenka

Fotocredit: Imago

"Das ist der Punkt, an dem ich ihn verstehen kann, weil einige Leute mit zweierlei Maß messen", stellte sie fest. "Und ich denke, dass er viel mehr tun muss als Rafa und Roger, um ein gutes Image zu behalten."
"Was mir aufgefallen ist - und vielleicht liege ich ja völlig falsch - ist, dass er, als er jünger war, sympathischer werden wollte", erinnerte sich die zweimalige Australian-Open-Siegerin. "Jetzt habe ich das Gefühl, dass er einfach aufgehört hat, sich dafür zu interessieren."
Seit den French Open 2023 ist Djokovic mit 23 Grand-Slam-Titeln alleiniger Rekordchampion und führte die Weltrangliste für insgesamt 389 Wochen als Nummer eins an - ebenso ein absoluter Bestwert.
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Es ist vollbracht! Djokovic und Alcaraz machen Traumfinale perfekt

Quelle: Perform

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