Wimbledon - Ons Jabeur wiederholt mit Sieg gegen Aryna Sabalenka Coup aus dem Vorjahr und steht erneut im Finale

Ons Jabeur hat nach einem Riesenfight ihren Coup aus dem Vorjahr wiederholt und erneut das Endspiel beim Rasenklassiker in Wimbledon erreicht. Im Halbfinale gegen Aryna Sabalenka aus Belarus sah die 28-Jährige bereits wie die sichere Verliererin aus, setzte sich aber nach 2:19 Stunden 6:7 (5:7), 6:4, 6:3 durch. Im Finale wartet nun Marketa Vondrousova, die Elina Svitolina aus dem Turnier warf.

'Her mindset is different this year' - Jabeur praised by Schett for fightback to reach final

Quelle: Eurosport

Mir fehlen die Worte. Vielen Dank ans Publikum, das mich im Match gehalten und bis zum Ende an mich geglaubt hat. Ich bin sehr stolz auf mich, die alte Ons hätte wohl verloren und wäre jetzt schon zuhause", brach es nach der Begegnung aus Ons Jabeur heraus.
Es war von Beginn an ein Kampf auf Biegen und Brechen, den sich Aryna Sabalenka und Jabeur auf dem Centre Court lieferten. Keine der beiden Spielerinnen konnte sich einen echten Vorteil erspielen, Breaks gab es keine.
Entsprechend ging es in den Tiebreak, in dem die Belarussin die besseren Nerven hatte und nach einer knappen Stunde mit 7:5 die Oberhand behielt. Eine Führung, die auch "Sky"-Expertin Julia Görges verwunderte.
"Das hat mich überrascht, denn ich fand Ons besser und solider. Aber: Aryna ist immer drin geblieben und hat ihren Aufschlag gehalten", so die einstige Nummer neun der WTA-Weltrangliste.
Sabalenka gelang es, auch den nächsten Nadelstich zu setzen. Die 25-Jährige nahm Jabeur im fünften Spiel das Service zum 3:2 ab, ehe die Tunesierin zurückschlug und mit vier Spielgewinnen in Serie aus einem 2:4 ein 6:4 machte.

Jabeur erhöht die Schlagzahl

Das Publikum, das Hunger auf mehr Tennis hatte, feierte den Satzausgleich frenetisch.
Im dritten Satz war es an Jabeur, mit dem Aufschlag vorzulegen. Das gelang der Nummer sechs der Setzliste, mehr noch: Mit dem Break zum 4:2 verschaffte sie sich den entscheidenden Vorteil.
"Sie ist die bessere Spielerin jetzt und spielt den Platz gut aus", lobte Görges. Sabalenka habe dagegen ihren Rhythmus verloren und "keinen Zugriff mehr" auf die Partie.

Fünfter Matchball bringt Jabeur ins Finale

Bei eigenem Service wehrte die Weltranglistenzweite noch zwei Matchbälle ab, danach aber machte Jabeur ernst und mit dem fünften Matchball den Einzug in ihr insgesamt drittes Grand-Slam-Finale perfekt.
Damit ist die Tunesierin nur noch einen Sieg vom großen Traum entfernt: als erste Spielerin vom afrikanischen Kontinent einen Major-Titel zu holen. Dafür muss sich Marketa Vondrousova schlagen, die ihrerseits Elina Svitolina mit 6:3, 6:3 in die Knie zwang.
Es dürfte ein offener Schlagabtausch werden, so wie es der direkte Vergleich verspricht, der bei 3:3 steht. Die beiden Duelle dieser Saison gingen an Vondrousova, die sich bei den Australian Open und in Indian Wells durchsetzte.

Jabeur freut sich: "Es wird wieder eine Revanche"

"Sie ist eine großartige Spielerin, ich habe schon zweimal dieses Jahr gegen Marketa verloren. Es wird also wieder eine Revanche, was bislang ja gut geklappt hat", erklärte Jabeur und spielte damit auf ihren Sieg im Viertelfinale gegen Elena Rybakina an, der sie im Endspiel 2022 unterlag.
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Quelle: Eurosport

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