Wimbledon: Daniil Medvedev vergisst Spielstand im Tiebreak und sorgt für Kuriosum: "Dachte, der Satz wäre weg"

Mit einem dreieinhalbstündigen Kraftakt kämpfte sich Daniel Medvedev in Wimbledon in die nächste Runde. Doch bei seinem Zweitrundensieg gegen den Franzosen Alexandre Muller war der klar favorisierte Russe von Beginn an derart gefordert, dass er im Tiebreak des ersten Satzes für ein Kuriosum sorgte: Medvedev verlor den Spielstand aus den Augen - und ließ sich zu früh auf seiner Bank nieder.

Schläger muss dran glauben: Medvedev verliert Match - und die Nerven

Quelle: Eurosport

Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon hatte der 28-Jährige gerade das 3:6 im Tiebreak kassiert, als er plötzlich das Spielfeld verließ.
Medvedev glaubte, er habe den ersten Durchgang gegen den Weltranglisten-102. bereits hergeschenkt. Zumindest so "lange", bis der Referee ihn über sein kleines Malheur aufklärte.
Er sei "ein bisschen durchgedreht", sagte die Nummer fünf der Setzliste nach dem Match: "Ich dachte, der Satz wäre weg. Dann hörte ich, wie der Schiedsrichter mit mir sprach: 'Daniil, es steht 3:6, 3:6.' Ich meinte: 'Wovon redest du?'"
Schließlich bemerkte Medvedev den Spielstand - und war über sich selbst verwundert. "Ich weiß nicht, ob mir das schon mal passiert ist", kommentierte der russische Top-Spieler, die Aktion sei "ziemlich lustig" gewesen: "In meinem Kopf dachte ich: 'Okay, vielleicht ist das meine zweite Chance zu gewinnen.' Dann habe ich den Punkt verloren."

Medvedev trifft auf Struff

Nach dem 0:1-Satzrückstand biss sich der Weltranglistenfünfte gegen den französischen Underdog jedoch durch und behielt mit 6:7 (3:7), 7:6 (7:4), 6:4, 7:5 die Oberhand.
Auf Medvedev, Halbfinalist des Vorjahres, wartet nun ein Deutscher: Jan-Lennard Struff. Der 34-Jährige aus Warstein triumphierte in einem ebenfalls engen Match gegen den Chinesen Zhang Zhizhen mit 5:7, 6:3, 7:6 (7:1), 7:6 (10:8) und steht zum dritten Mal in seiner Karriere in der dritten Runde von Wimbledon.
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Quelle: Perform


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