Wimbledon 2024 - Novak Djokovic macht sich Sorgen um Zukunft des Tennis-Sports: "Vom Aussterben bedroht"
Publiziert 07/07/2024 um 16:45 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic sorgt sich um die Zukunft des Tennis-Sports. Nach seinem Drittrundenerfolg gegen Alexei Popyrin in Wimbledon forderte der Serbe gemeinsame Anstrengungen. "Ich denke, wir müssen alle zusammenkommen und verstehen, wie wir die Grundlage des Sports erhalten oder eine neue Grundlage schaffen können", so Djokovic. Es gehe ihm dabei vor allem um die Basis und die Vereinsebene.
Novak Djokovic sorgt sich um den Tennis-Sport
Fotocredit: Getty Images
Denn die Konkurrenz von Trendsportarten wird immer größer. "Jetzt haben wir das Paddle oder Padel, wie man es in den USA nennt, das wächst und entwickelt sich. Die Leute haben damit Spaß und sagen: Ja, aber Tennis ist eben Tennis."
Er glaube zwar auch, dass Tennis weiterhin "der König oder die Königin aller Schlägersportarten" bleibe. "Aber auf Vereinsebene ist Tennis vom Aussterben bedroht. Wenn wir nicht etwas dagegen tun, global oder kollektiv, Paddle, Pickle Ball in den Staaten, werden sie alle Tennisklubs in Paddle und Pickle Ball umwandeln, weil es einfach wirtschaftlicher ist", blickte der 24-malige Grand-Slam-Sieger sorgenvoll in die Zukunft.
Denn aus einem Tennisplatz könne man schließlich drei Paddle-Plätze machen. "Rechnen Sie es sich einfach aus. Für einen Klubbesitzer ist es viel rentabler, diese Plätze zu haben", erklärte Djokovic.
Die aus Mexiko stammende Sportart, eine Mischung aus Tennis und Squash mit Kunststoffschlägern, fand in den vergangenen Jahren immer mehr Anhänger. In Deutschland konnte die Trendsportart Ende 2023 auf über 400 Plätzen ausgeübt werden. Rund 20.000 Menschen spielen regelmäßig Padel. Tendenz steigend.
Djokovic will sich an Formel 1 orientieren
Vor allem in den USA entstand um den Sport in den vergangenen Jahren ein regelrechter Hype. Daher müsse man sich im Tennis Gedanken über Innovationen machen, so Djokovic: "Ich denke, wir müssen neben den Slams herausfinden, wie wir ein junges Publikum anziehen können." Als Beispiel könnte die Formel 1 dienen.
"Was sie in Bezug auf Marketing, Wachstum des Sports, Rennen auf der ganzen Welt und deren Popularität getan haben, denke ich, dass wir auf unseren jeweiligen Touren bessere Arbeit leisten müssen. Ich denke, unsere Touren müssen es besser machen", meinte die langjährige Nummer eins. Bisher sei man das Problem einfach nie "richtig angegangen".
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