Alexander Zverev erwischt in Wimbledon 2025 Draw voller Stolpersteine - jetzt kann sich der Olympiasieger beweisen
Update 28/06/2025 um 18:56 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev startet in Wimbledon mit großen Ambitionen - doch sein Draw ist gespickt mit unangenehmen Gegnern. Nach einem Auftakt gegen Arthur Rinderknech könnten schon bald Berrettini, Cerúndolo oder Fritz warten, allesamt unangenehme Stolpersteine. Gerade jetzt kann Zverev zeigen, dass er mehr ist als nur ein Mitläufer auf Rasen - und sich auf großer Bühne beweisen.
Irrer Ballwechsel! Zverev erzwingt Tiebreak und bringt Arena zum Kochen
Quelle: Eurosport
Alexander Zverev musste nicht lange überlegen, als er nach seinem Traumjob in Wimbledon gefragt wurde. "Erdbeerverkäufer", grinste der 28-Jährige verschmitzt, ehe er in Richtung Trainingsplatz schlenderte.
Ein lockerer Spruch, ein entspanntes Lächeln - und doch weiß der deutsche Topstar nur zu genau, dass ihn beim Rasenklassiker in London diesmal eine echte Bewährungsprobe erwartet.
Denn in Wimbledon zählt für Alexander Zverev kein Spaß, sondern absolute Topform. Die Auslosung meint es schlichtweg nicht gnädig mit der Nummer drei der Welt.
Zum Auftakt trifft Zverev auf den Franzosen Arthur Rinderknech, immerhin Nummer 71 der Weltrangliste. Eine Pflichtaufgabe möchte man meinen. Doch schon in Runde drei könnte ein echtes Wimbledon-Trauma warten: Matteo Berrettini. Gegen den kraftvollen Italiener war für Zverev 2023 in London Endstation - eine Niederlage, die noch in den Knochen stecken dürfte.
Cerúndolo, Fritz, Medvedev: Zverevs steiniger Weg in Wimbledon
Und auch danach wird es nicht leichter. Im Achtelfinale droht Francisco Cerúndolo, gegen den Zverev noch nie gewinnen konnte. Drei Begegnungen, drei Niederlagen - wobei noch kein einziges Match auf Rasen ausgetragen wurde. Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Sollte sich Zverev tatsächlich bis ins Viertelfinale kämpfen, lauern dort weitere Hochkaräter: Die Angstgegner Taylor Fritz oder Daniil Medvedev könnten hier warten.
Gegen Fritz setzte es im Vorjahr in Wimbledon eine bittere Niederlage im Achtelfinale und zuletzt im Finale von Stuttgart bereits die fünfte Pleite in Serie.
Auch gegen Medvedev spricht die Bilanz mit 7:13 klar gegen den Hamburger, der zwölf der letzten 14 Partien gegen den Russen verlor, darunter jüngst in Halle.
Unangenehme Auslosung als Chance für Zverev
Titelverteidiger Carlos Alcaraz wäre wohl erst im Halbfinale ein möglicher Gegner - Zverev könnte dort also wirklich beweisen, wie weit er auf Rasen nun ist. Es ist zweifelsohne ein Draw voller Stolpersteine, eine Tour de Force über einen Belag, der dem Hamburger nie wirklich lag. Doch genau das kann auch seine große Chance sein.
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Zverev
Fotocredit: Getty Images
"Ich fühle mich gut", betonte Zverev im Vorfeld, und über sein Niveau auf dem Rasen könne er sich "nicht beschweren". In Stuttgart erreichte er immerhin das Finale, in Halle das Halbfinale - das ist grundsätzlich kein schlechtes Zeichen. Der 28-Jährige, der in Wimbledon noch nie über das Achtelfinale hinauskam, wirkt fokussiert. "Es ist so schwer zu sagen auf Rasen", sagte er bei "Sky", "aber ich sehe mich schon mit dabei."
Bundestrainer Michael Kohlmann glaubt ebenfalls an seinen Schützling: "Er kann sich tief in die zweite Woche spielen", erklärte Kohlmann, wohl wissend, dass mit Yannick Hanfmann und Maximilian Marterer bereits in der Qualifikation zwei andere Deutsche scheiterten und Jan-Lennard Struff sowie Daniel Altmaier nur Außenseiterchancen haben. "Es liegt an Zverev, diese Schreckensbilanz zu kaschieren", so Kohlmann.
Zverev und die "faktische Tatsache" in Wimbledon
Barbara Rittner schlägt in dieselbe Kerbe. "Wenn jemand so gut aufschlägt wie Sascha Zverev, dann musst du den erstmal breaken", analysierte die Eurosport-Expertin exklusiv. "Er hat letztes Jahr gezeigt, dass er sich auf Rasen immer wohler fühlt."
Das sei entscheidend, denn am Ende gehe es nicht nur um Aufschlag und Return, sondern auch um mentale Härte - und um die Konstellation des Turnierverlaufs. "Wenn er ein paar Runden übersteht und dann zu seinem Selbstvertrauen findet, glaube ich schon, dass er ein Wörtchen mitreden kann."
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Taylor Fritz und Alexander Zverev diskutieren nach ihrer Achtelfinal-Partie in Wimbledon am Netz.
Fotocredit: Getty Images
Dass Zverev im All England Club noch nie den ganz großen Wurf landen konnte, ist auch für ihn selbst ein wunder Punkt. "Die faktische Tatsache ist, ich war noch nie im Viertelfinale", stellte er nüchtern fest. Doch nach seinen überzeugenden Auftritten in der Vorbereitung und einem neuen Selbstbewusstsein scheint diesmal mehr möglich. Immerhin hat er seine Lektionen aus der Vergangenheit gelernt und sich auch auf der mentalen Ebene stabilisiert.
Wimbledon verzeiht keine Fehler
Klar ist: Wimbledon verzeiht keine Fehler, keine Wackler, keinen schwachen Moment - und genau das macht dieses Turnier zur perfekten Bühne für Alexander Zverev. Hier kann er all den Zweiflern und Kritikern der vergangenen Monate zeigen, dass er auch mit Widerständen umgehen kann.
Wenn er seinen Aufschlag zur Waffe macht, die ersten Runden souverän meistert und endlich auch seine Angstgegner bezwingt, kann Zverev nicht nur weit kommen, sondern das Turnier durchaus aufmischen.
Auf dem ehrwürdigen Rasen von Wimbledon, hat der Deutsche die Chance, sein eigenes - wenn auch unerwartetes - großes Kapitel Tennisgeschichte zu schreiben.
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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