Carlos Alcaraz und der krasse Außenseiter Oliver Tarvet liefern unterhaltsames Wimbledon-Duell - Frances Tiafoe scheitert

Carlos Alcaraz hat seinem Fünfsatz-Match zum Auftakt in Wimbledon gegen Fabio Fognini einen Dreisatzerfolg in Runde zwei gegen den britischen Qualifikanten Oliver Tarvet folgen lassen. Der Titelverteidiger setzte sich 6:1, 6:4, 6:4 durch. Frances Tiafoe musste hingegen die Segel streichen. Der an Position 12 gesetzte US-Amerikaner scheiterte mit 6:4, 4:6, 3:6, 5:7 an Lokalmatador Cameron Norrie.

Alcaraz, Sinner oder Djokovic: Wer gewinnt Wimbledon?

Quelle: Perform

"Um ehrlich zu sein, ich liebe sein Spiel", zeigte sich Carlos Alcaraz im On-Court-Interview begeistert vom couragierten Auftritt des jungen Briten.
Tarvet habe ein großartiges Niveau in seiner ersten Partie auf dem Centre Court gezeigt. "Mir war klar, dass ich von Beginn an fokussiert sein und mein bestes Tennis abrufen muss", so der Spanier.
Carlos Alcaraz ging als haushoher Favorit gegen die Nummer 733 des ATP-Rankings ins Match - und auch wenn der Spanier das Geschehen im Griff hatte, überzeugte Oliver Tarvet auf dem Centre Court mit seiner Unbekümmertheit.
Der 21-Jährige erspielte sich allein im ersten Satz acht Breakbälle, die Alcaraz allerdings allesamt abwehrte.
Kurz darauf aber schaffte der Außenseiter zur großen Freude des Publikums sein erstes Break (2:0). Es war ein großartiges Match zweier ungleicher Gegner mit tollen Ballwechseln.

Tarvet bietet Alcaraz mutig die Stirn

Alcaraz spielte in der Folge seine Klasse wieder aus und drehte den Satz, den er letztlich auch für sich entschied.
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Carlos Alcaraz geht als Titelverteidiger in Wimbledon an den Start

Fotocredit: Getty Images

Der Wimbledon-Champion von 2023 und 2024 legte nach, nahm seinem Kontrahenten im dritten Satz das Service zum 3:2 ab. Die Vorentscheidung? Nein! College-Spieler Tarvet antwortete mit dem Re-Break.
Alcaraz holte sich den Vorteil umgehend zurück und servierte eine sehr unterhaltsame Begegnung nach 2:16 Stunden nach Hause.

Märchenhafter Sprung ins Rampenlicht und ein kurioses Preisgeld-Problem

Für Tarvet, der bislang nie höher als an Platz 624 der Weltrangliste stand, war der Sprung ins Rampenlicht plötzlich gekommen.
Der Brite hatte vor Wimbledon noch nie ein Spiel auf der ATP Tour absolviert und muss nun klären, was mit seinem Preisgeld von 99.000 Pfund (~115.226 Euro) passiert.
Als Student der University of San Diego darf er laut Regeln der National Collegiate Athletic Association (NCAA) pro Jahr nur 10.000 US-Dollar verdienen, umgerechnet rund 7.300 Pfund.
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Olivier Tarvet

Fotocredit: Getty Images

Ein Problem, das Alcaraz als schwer erfolgreicher Profi nicht hat. Er hat in seiner Karriere schon mehr als 45 Millionen US-Dollar allein an Preisgeldern eingestrichen - und will in Wimbledon sein Vermögen und seine Titelsammlung weiter vergrößern.

Khachanov macht zweimal Satzrückstand wett

Schwerstarbeit musste Karen Khachanov leisten. Der Russe, an Position 17 gesetzt, stand gegen den Japaner Shintaro Mochizuki 3:39 Stunden und fünf Sätze lang auf dem Platz.
Dabei geriet Khachanov zweimal mit einem Satz in Rückstand, behielt letztlich aber mit 1:6, 7:6 (9:7), 4:6, 6:3, 6:4 die Oberhand. In der nächsten Runde wartet Nuno Borges. Der Portugiese zwang Billy Harris (GBR) mit 6:3, 6:4, 7:6 (9:7) in die Knie.
Weitere Ergebnisse (2. Runde Männer, Mittwoch)
  • Taylor Fritz (USA/5) - Gabriel Diallo (CAN) 3:6, 6:3, 7:6 (7:0), 4:6, 6:3
  • João Fonseca (BRA) - Jenson Brooksby (USA) 6:4, 5:7, 6:2, 6:4
  • Andrey Rublev (-/14) - Lloyd Harris (RSA) 6:7 (1:7), 6:4, 7:6 (7:5), 6:3
  • Nicolás Jarry (CHL) - Learner Tien (USA) 6:2, 6:2, 6:3
  • Brandon Nakashima (USA/29) - Bu Yunchaokete (CHN) 6:4, 4:6, 7:6 (7:1), 6:4 (1. Runde)
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Boris Becker und Wimbledon - die Zahlen zum Märchen in Grün

Quelle: Eurosport


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