Wimbledon 2025 - Jannik Sinner setzt erstes Ausrufezeichen im italienischen Duell mit Luca Nardi
Jannik Sinner ist standesgemäß ins Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gestartet. Der Weltranglistenerste dominierte das italienische Erstrundenduell gegen Luca Nardi und gewann mit 6:4, 6:3, 6:0. Sinner gehört zu den Topfavoriten, kam im All England Club allerdings noch nie über das Halbfinale (2023) hinaus. In der 2. Runde bekommt es der Südtiroler mit Chun Hsin Tseng oder Aleksandar Vukic zu tun.
Jannik Sinner in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
"Ein neues Turnier, neue Chancen. Ich bin sehr glücklich mit der Partie heute", erklärte ein sichtlich gelöster Jannik Sinner nach seinem souveränen Auftakt.
Im Unterschied zu einigen großen Namen wie Carlos Alcaraz oder den gescheiterten Daniil Medvedev, Matteo Berrettini oder Stefanos Tsitsipas hatte er mit den heißen Bedingungen in London keine Probleme.
Der 23-Jährige ließ im gesamten Match keinen Breakball zu, durchbrach das Aufschlagspiel von Luca Nardi fünfmal und beendete die einseitige Partie nach nur einer Stunde und 48 Minuten zu seinen Gunsten.
Wimbledon ist bislang der "schwächste" Grand-Slam-Wettbewerb für den Branchenprimus. Einzig beim Rasenklassiker kam Sinner noch nie ins Endspiel - genau das will er nun ändern.
Sinner mit großen Zielen, Musetti schon raus
Bei den Australian Open holte er zweimal den Titel (2024, 2025), bei den US Open einmal (2024), bei den French Open verlor er Anfang Juni das historische Finale gegen Alcaraz.
Sinners Landsmann Lorenzo Musetti ist indes überraschend an der Auftakthürde gescheitert. Der Weltranglistensiebte, der vor einem Jahr bis ins Halbfinale vorstieß, unterlag dem aufschlagstarken Georgier Nikolos Bassilaschwili 2:6, 6:4, 5:7, 1:6.
Fritz gewinnt Fünfsatz-Krimi, Bublik aus dem Rennen
Taylor Fritz überstand derweil einen Krimi über dreieinhalb Stunden und zwei Tage. Der Weltranglistenfünfte geriet gegen den Franzosen Giovanni Mpetshi Perricard mit 0:2 Sätzen in Rückstand, kam aber bei Fortsetzung am Folgetag noch zu einem 6:7 (6:8), 6:7 (8:10), 6:4, 7:6 (8:6), 6:4-Erfolg.
Kleiner Trost für Mpetshi Perricard: Der 21-Jährige servierte während der Begegnung mit 246 km/h und stellte damit einen neuen Wimbledon-Rekord auf.
Der frischgebackene Halle-Champion Alexander Bublik erlebte einen komplett gebrauchten Tag. Der Kasache zog gegen Jaume Munar aus Spanien mit 4:6, 6:3, 6:4, 6:7 (5:7) und 2:6 den Kürzeren.
Weitere Ergebnisse (1. Runde der Männer am Dienstag)
- Tommy Paul (USA/12) - Johannus Monday (GBR/WC) 6:4, 6:4, 6:2
- Alex de Minaur (AUS/11) - Roberto Carballes Baena (ESP) 6:2, 6:2, 7:6 (7:2)
- Lorenzo Sonego (ITA) - Jaime Faria (POR) 6:3, 6:4, 6:2
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