"Was für ein Match, was für ein Drama, was für ein Niveau! Es ist nicht mit Worten zu erklären und zu begreifen. Ein Höhepunkt hat den nächsten gejagt", staunte Eurosport-Experte Boris Becker nach einem historischen Finale in Paris.
Es sei im positiven Sinne "nicht zu fassen", was auf dem Court passiert sei. "Nach der Abwehr von drei Matchbällen verteidigt Carlos Alcaraz seinen Titel - Wahnsinn. Es ist brutal für Jannik Sinner."
Im Angesicht des Spielverlaufs gebe es nichts "Schlimmeres. Aber er kann stolz auf seine Leistung sein. Er hat sich benommen wie ein Champion, gefightet und sein bislang bestes Sandplatz-Match gezeigt, lobte Becker.
Sinner ging mit der unglaublichen Grand-Slam-Bilanz von 20 siegreichen Partien und 29 gewonnenen Sätzen in Folge ins Match. Alcaraz konnte mit 13 Erfolgen in Serie in Roland-Garros und einer Sandplatzbilanz in dieser Saison von 21:1 aufwarten.
Ihre bisherigen sieben Major-Endspiele, vier beim Spanier und drei beim Italiener, hatten die beiden Ausnahmetalente allesamt für sich entschieden.
Das große Finale: Das sagt Becker zum epischen Turnier
Quelle: Eurosport
Alcaraz hatte zu Beginn des Endspiels die besseren Möglichkeiten, einen Nadelstich zu setzen. Allerdings vergab der 22-Jährige bei den ersten beiden Aufschlagspielen der Nummer eins fünf Breakbälle.
"Weltklasse schon im ersten Spiel", befand Becker, nachdem Sinner die Chancen teils spektakulär abgewehrt hatte.
Alcaraz schafft erstes Break, Sinner kontert eiskalt
Kurz darauf war es so weit: Alcaraz gelang das erste Break des Finals zum 3:2. "Beide Spieler sind schon jetzt im sechsten Gang", staunte Becker. Und Sinner antwortete umgehend, knöpfte dem Titelverteidiger das Spiel zum 3:3 ab.
Becker feiert Sinner-Winner: "Weltklasse schon im ersten Spiel"
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Der Südtiroler, der erstmals ein French-Open-Endspiel bestritt, war nun der leicht bessere Spieler. Im zehnten Spiel schlug Sinner entscheidend zu, schaffte nach 65 Minuten das Break zur Satzführung.
Alcaraz wiederum hatte leichte Probleme mit dem rechten Auge und ließ den Physiotherapeuten kommen. Allzu gravierend schien es aber nicht gewesen zu sein.
"Carlos hat die Strategie klar verändert, setzt vielmehr Topspin ein, spielt höher übers Netz. Er nimmt das Tempo raus. Jannik lässt sich aber nicht beirren, spielt weiter riskant", analysierte Becker. Der Lohn: Der Weltranglistenerste legte ein frühes Break im zweiten Satz (2:0) nach.
Sinner hat die richtige Antwort - "das ist Weltklassetennis!"
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Alcaraz aber steigerte sich, durchbrach seinerseits das Aufschlagspiel seines Kontrahenten (4:5) und erkämpfte sich den Tiebreak. Dabei zeigte Sinner einmal mehr, warum er im ATP-Ranking ganz oben steht.
Der 23-Jährige spielte nahezu fehlerfrei, ging mit 6:2 in Führung. Wenig später machte der Superstar aus Sexten mit dem Punkt zum 7:4 die doppelte Satzführung perfekt.
Alcaraz kontert mit dem Rücken zur Wand
Ebenso beeindruckend war es, wie Alcaraz auf den nächste Tiefschlag reagierte: Der Weltranglistenzweite musste im dritten Spiel sein erstes Aufschlagspiel abgeben, haderte mit sich und der Box. Und doch pushte sich der Spanier so sehr, dass er mit drei Spielen in Serie auf 3:1 davonzog.
"Großartig, wow!" Sinner zu gut für Alcaraz
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"Jannik wirkt zum ersten Mal etwas suchend, körperlich langsamer", so Becker. Sinner konnte zwar bei 3:5 per Break noch einmal verkürzen, verlor danach aber sein Aufschlagspiel. Alcaraz war nach drei Stunden Spielzeit zurück im Geschäft.
Sinner vergibt drei Matchbälle
Das faszinierende Duell zwischen der Nummer eins und zwei der Welt ging auf höchstem Niveau weiter. Beide Spieler waren stabil beim Service - bis Sinner dem Vorjahressieger im siebten Spiel das Aufschlagspiel zu null abnahm (4:3).
Roland-Garros kocht! Alcaraz wehrt drei Sinner-Matchbälle ab
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Die Vorentscheidung? Nein. Nachdem er im neunten Spiel noch drei Break- und Matchbälle liegen ließ, kassierte Sinner tatsächlich den Ausgleich (5:5).
Es ging in den Tiebreak. Alcaraz machte dank zweier Asse aus einem 0:2-Rückstand eine 4:2-Führung. Nach 4:11 Stunden stand fest: Der Thriller geht über fünf Akte.
Becker: "Was ein Match, was ein Drama, was ein Niveau!"
"Was für ein Match, was für ein Drama, was für ein Niveau!", entfuhr es Becker, der das Match als TV-Experte zusammen mit Kommentator Matthias Stach begleitete.
Alcaraz erzwingt Satz fünf im Finale - Publikum explodiert!
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Alcaraz hatte das berühmte Momentum nun auf seiner Seite, animierte immer wieder das Publikum - und eröffnete den fünften Satz mit dem Break zum 1:0.
Alcaraz und sinner brechen Final-Rekord
Kurz darauf passierte die Partie die Marke von 4:42 Stunden und avancierte damit zum längsten Finale der Turniergeschichte. Die Marke wurde bislang von Mats Wilander und Guillermo Vilas gehalten, die sich 1982 im Endspiel gegenüberstanden - mit dem besseren Ende für den Schweden.
Sinner und Alcaraz liefern längstes French-Open-Finale der Geschichte
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Sinner war nun körperlich gezeichnet, da es auf die Fünf-Stunden-Grenze zuging. "Entweder er hat Krämpfe oder es sind Müdigkeitserscheinungen", erklärte Wilander, der das Match vor Ort verfolgte, gegenüber Eurosport.
Ultimativer Showdown: Match-Tiebreak entscheidet
Nichtsdestotrotz stemmte sich der Herausforderer des Champions mit Macht gegen seine erste Niederlage in einem Grand-Slam-Finale. Die Anstrengungen wurden belohnt: Alcaraz schlug bei 5:4 zum Titel auf, Sinner holte sich das Break.
Der Matchball: Alcaraz verteidigt Titel nach 5:29 Stunden Wahnsinn
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So kam es, wie es kommen musste: Der Match-Tiebreak entschied. Das Pendel schlug zugunsten des Spaniers aus. Alcaraz zog auf 6:0 davon und beendete eine historische Tennis-Schlacht nach 5:29 Stunden mit dem Punkt zum 10:2.
Agassi übergibt Pokal an Alcaraz - die Siegesfeier in Roland-Garros
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Im On-Court-Interview zeigten sich die Finalisten als große Sportler. Alcaraz habe den "Sieg verdient", sagte Sinner. "Dein Level ist grandios", zollte der Spanier seinem Gegner Respekt.
Es sei "ein Privileg, mit dir auf dem Court zu stehen, mit dir Geschichte zu schreiben. Du bis eine Inspiration, für die jungen Spielern - aber auch für mich.
Alcaraz im Interview nach Final-Sieg: "Habe mit dem Herzen gespielt"
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