Laura Siegemund verpasst im Wimbledon-Viertelfinale gegen Aryna Sabalenka die Sensation nach dramatischem Dreisatz-Fight

Laura Siegemund hat beim Rasenklassiker in Wimbledon die nächste Sensation nach einem Riesenfight verpasst. Die 37-Jährige aus Filderstadt unterlag im Viertelfinale der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka mit 6:4, 2:6, 4:6. Damit verpasste Siegemund das erste Grand-Slam-Halbfinale im Einzel in ihrer Karriere. Sabalenka kämpft nun gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova ums Finale.

Laura Siegemund verliert knapp im Viertelfinale von Wimbledon

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"Ich nehme mit aus dem Turnier, dass ich nach wie vor brandgefährlich bin. Nicht nur für große Namen", sagte Laura Siegemund. "Wenn irgendwann mal Entspannung eingekehrt ist, werde ich richtig stolz darauf sein. Ich bin auch jetzt schon stolz."
Siegemund erwischte im größten Einzel-Match ihrer bisherigen Laufbahn einen Traumstart. Die 37-Jährige nahm der Favoritin direkte das erste Aufschlagspiel ab (1:0) und zog kurz darauf durch ein weiteres Break auf 3:0 davon.
Sabalenka benötigte Anlaufzeit, um in die Partie zu finden. Die Belarussin holte sich ein Break zurück, tat sich aber weiter sehr schwer mit dem Spiel der Außenseiterin.
"Es ist beeindruckend, wie Laura hier auf dem Centre Court spielt, sie ist total bei sich", lobte Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner, die das Viertelfinale als Expertin für "Prime Video" begleitete.
Siegemund schaffe es immer wieder, "Sabalenka hinten an der Grundlinie so zu beschäftigen, dass sie quasi zum Fehler gezwungen" werde. Die Weltranglisten-104. spiele "beeindruckendes Tennis".

Siegemund zieht ihr Spiel durch

Der Lohn: Nach 57 Minuten brachte Siegemund ihr Aufschlagspiel zum 6:4 und damit zur verdienten Satzführung durch.
Sabalenka fühlte sich sichtlich unwohl, haderte mit ihrer Leistung. Die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin gewann selbst durch eine 2:0-Führung im zweiten Satz nicht die gewohnte Sicherheit zurück.
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Laura Siegemund verliert knapp im Viertelfinale von Wimbledon

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Siegemund gelang umgehend das Re-Break und der Ausgleich. Es war ein Duell auf Biegen und Brechen, ein großer Fight, beste Tennis-Unterhaltung.

Sabalenka kämpft sich in den dritten Satz

Das Pendel schlug nun leicht zugunsten der Branchenführerin aus. Sabalenka nahm ihrer Kontrahentin das Service ab, wehrte bei 4:2 einen Breakball ab und stellte das Ergebnis auf 5:2.
"Aryna spielt jetzt in den wichtigen Situationen sehr gut und solide, Sie hat mehr zu ihrem Spiel gefunden", befand Rittner. Entsprechend schaffte die 27-Jährige den Satzausgleich.
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Quelle: Perform

Thriller ohne Happy End für Siegemund

Siegemund ließ sich nicht beirren, blieb ihrem Matchplan treu. Im dritten Spiel knöpfte die Schwäbin der Nummer eins das Aufschlagspiel zum 2:1 ab. "Das ist Wille pur bei Laura. Ich bin sicher, sie geht schon über ihre körperlichen Grenzen hinaus", betonte Rittner.
Es entwickelte sich ein Krimi. Sabalenka breakte die Deutsche zum 3:3, die schlug zurück und durchbrach das Service der Turnierfavoritin zum 4:3. Die Vorentscheidung? Nein. Sabalenka legte alles rein, kam zum 4:4. Kurz darauf war ein denkwürdiges Viertelfinale nach 2:54 Stunden zu Ende - mit einer glücklichen Siegerin Aryna Sabalenka.

Sabalenka: "Sie hat mich so gepusht"

"Das war eine echte Aufgabe, sie hat mich so gepusht. Ich brauche jetzt Zeit, um runterzukommen und mich zu erholen nach diesem Match", erklärte die Siegerin im On-Court-Interview, die nun im Halbfinale auf Amanda Anisimova trifft.
Die US-Amerikanerin schaltete die Russin Anastasia Pavlyuchenkova mit 6:1, 7:6 (11:9) aus.
"Nach dem ersten Satz habe ich zu meiner Box geschaut und gedacht: 'Bucht die Tickets, wir werden diese schöne Stadt, dieses schöne Land verlassen müssen.' Sie hat ein unglaubliches Turnier und ein großartiges Match heute gespielt", zollte Sabalenka ihrer Gegnerin Respekt.
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Quelle: Perform


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