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Laura Siegemund erlebt ihr Wimbledon-Wunder - "Katze" nach Sieg gegen Madison Keys in einer Reihe mit Serena Williams
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Update 05/07/2025 um 10:08 GMT+2 Uhr
Laura Siegemund hat in Wimbledon einen neuen Meilenstein in ihrer Karriere erreicht. Die 37-Jährige bezwang die Australian-Open-Siegerin Madison Keys und steht damit erstmals im Achtelfinale beim Rasen-Klassiker. Die "Katze" (O-Ton Barbara Rittner) aus Metzingen verfolgte gegen die Favoritin einen klaren taktischen Plan - nun scheint vieles möglich für die letzte verbliebene Deutsche.
Laura Siegemund macht Freudensprünge nach dem Einzug ins Wimbledon-Achtelfinale
Fotocredit: Getty Images
Laura Siegemund ließ überwältigt den Schläger fallen und legte ein wildes Jubeltänzchen hin.
Die Schwäbin hat mit einem sensationellen Sieg über die Weltranglistenachte Madison Keys ihren unerwarteten Erfolgslauf beim Rasen-Klassiker in Wimbledon fortgesetzt und im Alter von 37 Jahren erstmals das Achtelfinale erreicht.
Die deutsche Hoffnungsträgerin bezwang die klar favorisierte Australian-Open-Siegerin am Freitag nach starker Vorstellung und mit viel Köpfchen 6:3, 6:3, sie darf nun von deutlich mehr träumen.
"Ich bin sehr glücklich", sagte Siegemund, in Bezug auf ihre drei vergebenen Matchbälle war sie zum Scherzen aufgelegt: "Natürlich hat man die Nerven am Ende gemerkt. Wenn man in solchen Momenten keine Nerven verspürt, ist man wahrscheinlich tot." Vom Ergebnis her sei es "absolut einer der größten Erfolge meiner Karriere", sagte die Schwäbin.
Siegemund in einer Reihe mit Williams und Navratilova
Im Achtelfinale tritt sie auf die Argentinierin Solana Sierra, die als Lucky Loser bei ihrem Wimbledon-Debüt bis in die Top 16 vorgedrungen ist. Verstecken muss sich Siegemund, die mit ihrem Achtelfinaleinzug bereits 240.000 Pfund verdient hat, vor keinem mehr.
Dazu müsse sie "niemandem mehr etwas beweisen", sagte Siegemund (Metzingen), "das sagt mir mein Freund auch immer wieder."
Mit ihrem Einzug ins Achtelfinale im Alter von 37 Jahren reihte sie sich in Wimbledon in eine illustre Runde ein: Vor ihr hatten das in der Open Era (seit 1968) nur Billie Jean King, Martina Navratilova, Virginia Wade sowie Serena und Venus Williams geschafft.
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Laura Siegemund zieht strahlend ins Achtelfinale in Wimbledon ein
Fotocredit: Getty Images
Fokus von Siegemund lag eigentlich auf Doppel
Dabei liegt ihr Fokus eigentlich auf dem Doppel und dem Mixed, in London spielt sie aber im Einzel wie entfesselt auf. Schon in der zweiten Runde hatte sie mit der Kanadierin Leylah Fernandez eine gesetzte Spielerin aus dem Turnier geworfen. Ihr bestes Grand-Slam-Ergebnis im Einzel ist der Viertelfinaleinzug bei den French Open 2020 - an der Church Road scheint nun mindestens eine Wiederholung möglich.
"Ich fühle mich okay. Ich schaue mal, wie ich morgen aufwache. Mixed muss ich nochmal überlegen. Das wird dann schon tough, alles drei zu spielen", sagte die 37-Jährige.
Nach dem Aus von Eva Lys, Tatjana Maria und Ella Seidel ist Siegemund die letzte Deutsche im Turnier. Am Freitag entnervte sie die Weltranglistenachte von Beginn an mit ihrem flachen Spiel und vielen Stopps, Grundlinienduelle versuchte sie zu vermeiden. Das klappte hervorragend, Keys wirkte nicht auf der Höhe und produzierte viele einfache Fehler.
"Ich habe mir vorgenommen, nicht zu viel glatt mit ihr zu hacken - da ist sie einfach besser. Ich habe von Tadde (Tatjana Maria; Anm. d. Red.) gelernt, als sie Keys in Queens geschlagen hat. Sie hat auch geschnipselt (gesliced; Anm. d. Red.) was das Zeug hält - das tut ihr schon weh", verriet Siegemund.
Vierter Matchball ins Glück
Auch im zweiten Satz war Siegemund die bessere Spielerin. Plötzlich kam sie immer wieder vor ans Netz und erzwang Punkte. "Weil sie sich bewegt wie eine Katze", sagte die frühere Bundestrainerin Barbara Rittner am Mikrofon von "Prime Video": "Wie schnell sie vorne ist und den Ball wegdrückt, das sieht dann sehr einfach aus."
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Laura Siegemund glänzt in Wimbledon durch Kampf und cleveres Tennis
Fotocredit: Getty Images
Ein Aufbäumen von Keys blieb trotz dreier abgewehrter Matchbälle aus. Siegemund, die einst zehnmal in der Qualifikation für Grand Slams scheiterte, bevor sie 2015 in Wimbledon ihr Hauptrunden-Debüt gab, nutzte ihren vierten Matchball zum Sieg. Im Anschluss stand sie an der Seite der Brasilianerin Beatriz Haddad Maia noch im Doppel auf dem Platz - und siegte gegen das US-amerikanische Duo Hailey Baptiste/Caty McNally 6:1, 2:6, 6:3.
Im Einzel trifft sie in der Runde der letzten 16 nun auf die Argentinierin Solana Sierra, die als Lucky Loser bei ihrem Wimbledon-Debüt bis ins Achtelfinale vorgedrungen ist. "Wir sind beide in der Position, dass wir nicht gedacht hätten, dass wir so weit kommen", sagte Siegemund. Sierra sei "eine aufstrebende junge Spielerin". Doch das Selbstvertrauen ist groß.
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(SID)
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