Wimbledon - Laura Siegemund gerät mit Mixed-Gegnerin Jelena Ostapenko aneinander: "Lerne mal zu verlieren!"

Im vergangenen Jahr war Laura Siegemund in Wimbledon überraschend bis ins Viertelfinale gestürmt. In diesem Jahr musste sich die 38-Jährige bereits frühzeitig aus dem Einzel-Wettbewerb verabschieden - und auch im Doppel und Mixed schied Siegemund aus. Nach der Niederlage an der Seite ihres französischen Partners Édouard Roger-Vasselin geriet sie mit Gegnerin Jelena Ostapenko aneinander.

Highlights: "Fery"-Tale vor Federers Augen

Quelle: SNTV

Nach der 4:6, 6:7 (7:9)-Pleite im Viertelfinale des Rasenklassikers verweigerte die Deutsche ihrer lettischen Opponentin gar den Handschlag. Doch was war zuvor passiert?
Im umkämpften Tiebreak des zweiten Satzes hatte Siegemund bereits eine Verwarnung wegen Zeitspiels bekommen, weil sie sich beim Aufschlag zu lange Zeit ließ. Es folgte eine zweite Verwarnung - gleichbedeutend mit dem Verlust des ersten Aufschlags.
Das zweite Service verschlug die 38-Jährige, was einen Doppelfehler bedeutete. So musste sie sich an der Seite ihres französischen Mitspielers gegen Ostapenko und deren Partner Marcelo Arévalo geschlagen geben.
Anschließend verweigerte die Viertelfinalistin des Vorjahres den traditionellen Handschlag am Netz - und begann eine Diskussion mit dem Stuhl-Schiedsrichter, dem sie fehlendes Fingerspitzengefühl vorwarf.

Siegemund legt sich mit Stuhl-Schiedsrichter an

Als dieser verneinte, lachte sie süffisant auf und fügte hinzu: "Das hast du nur bei den richtigen Spielern." Auch Ostapenko sei "aus der Zeit raus".
Die Lettin, die die Diskussion verfolgt hatte, schaltete sich daraufhin ins Geschehen ein - und lobte den Schiedsrichter für seine Entscheidung: "Super Job! Endlich hat mal jemand keine Angst, das so zu entscheiden. Sie (Siegemund; Anm. d. Red.) braucht zwei Minuten, ehe sie aufschlägt und zwischen den Aufschlägen. Das weiß jeder."
Daraufhin verteidigte Roger-Vasselin seine Partnerin, Ostapenko aber blieb hartnäckig: "Nein, sie war sehr oft zu spät. Schau auf die Uhr. Ja, ich tippe den Ball sehr oft auf und bin manchmal nicht in der Zeit. Dann bekomme ich eine Verwarnung und versuche, fortan schneller zu sein. Vor allem im Einzel lässt sie sich so viel Zeit."
Schließlich konnte sich Ostapenko einen Seitenhieb in Richtung Siegemund nicht verkneifen: "Du musst besser mit Niederlagen umgehen. Lerne mal zu verlieren!"
Am Ausgang des Spiels änderte die Diskussion selbstverständlich nichts mehr. Während Siegemund und Roger-Vasselin die Heimreise antreten müssen, treffen Ostapenko und Arévalo im Halbfinale auf Christian Harrison und Zhang Shuai.
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Highlights: "Fery"-Tale vor Federers Augen

Quelle: SNTV


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