Wimbledon: Alexander Zverev durchbricht Negativserie gegen Taylor Fritz und steht erstmals im Halbfinale in London
Alexander Zverev hat die leidige Negativserie gegen Taylor Fritz im Viertelfinale von Wimbledon beendet und den 28-Jährigen 6:4, 6:4, 6:2 geschlagen. Der deutsche French-Open-Champion hatte zuvor sieben Niederlagen in Folge gegen den US-Amerikaner kassiert. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel kommt es am Freitag zum Duell mit Arthur Fery (GBR), der Roland-Garros-Finalist Flavio Cobolli stoppte.
Highlights: Zverev siegt im Nachsitzen, Djokovic historisch
Quelle: Eurosport
"Natürlich hatte ich im Kopf, dass ich ihn seit zwei Jahren nicht geschlagen hatte. Ich wusste, dass ich ein fast perfektes Match zeigen muss gegen Taylor. Das ist mir, denke ich, gelungen", erklärte Alexander Zverev im On-Court-Interview. "Ich hoffe, dass ich noch zwei weitere Partien hier spiele."
Zverev setzte auf dem No. 1 Court den ersten Nadelstich und durchbrach das Aufschlagspiel des US-Amerikaners zum 2:1 - nachdem Fritz kurz zuvor zwei Breakchancen nicht genutzt hatte.
Der Hamburger ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und brachte Satz eins mit 6:4 nach Hause.
Es blieb eine enge Partie, mit Vorteilen für Zverev. "Alexander hat die wesentlich größere Präsenz. Gefühlt nimmt er zwei Drittel des Platzes für sich in Anspruch. Er hat mehr Druck, mehr Power in den Grundschlägen", zog der einstige Wimbledonsieger Michael Stich (1991) bei "Prime" ein Zwischenfazit.
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Alexander Zverev in Wimbledon
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Fritz bekam indes körperliche Probleme und nahm in der Anfangsphase des zweiten Satzes ein Medical Timeout. Der Weltranglistensiebte ließ sich oberhalb des rechten Knies behandeln, konnte aber weitermachen.
Fritz nimmt Medical Timeout: "Begann, mein Knie zu spüren"
"Nach drei Spielen begann ich, mein Knie zu spüren. Ich glaube, ich hätte trotz dieses Problems wahrscheinlich noch viel besser spielen können. Ich weiß nicht, welchen Unterschied das im Spiel gemacht hätte", ordnete Fritz die Problematik später ein.
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Taylor Fritz lässt sich im Wimbledon-Viertelfinale behandeln
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So wie Zverev aber aufschlage, "wird es extrem schwer sein, ihn zu schlagen. Er war sowohl mit seiner Vorhand als auch mit seiner Rückhand sehr aggressiv. Sehr aggressiv. Er hat den Ball großartig getroffen. Er hat wirklich gut gespielt."
Zverev setzt Wirkungstreffer gegen Fritz
Zverev setzte indes im neunten Spiel den nächsten Wirkungstreffer, breakte seinen Kontrahenten zum 5:4. Bei eigenem Aufschlag sicherte sich der 29-Jährige kurz darauf auch den zweiten Durchgang.
Der Favorit hatte das Geschehen nun im Griff - und blieb dran. Zverev holte sich das Break zum 2:1 im dritten Durchgang und bestätigte diese mit einem bärenstarken Aufschlagspiel zum 3:1.
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Alexander Zverev in Wimbledon
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Es kam noch besser für Deutschlands Nummer eins: Zverev legte das Doppel-Break nach und beendete die inzwischen einseitige Partie nach nicht einmal zwei Stunden (1:59 h) zu seinen Gunsten.
Zverev im Halbfinale gegen Sensationsmann Fery
Zverev steht erstmals in der Runde der letzten Vier im All England Club. Dort wartet am Freitag der Weltranglisten-114. Arthur Fery.
Der Brite nutzte fast zeitgleich zu Zverev auf dem Centre Court seinen Matchball gegen Flavio Cobolli und warf den Italiener mit 6:4, 7:6 (7:4), 6:0 aus dem Wettbewerb. Zverev und Fery standen sich auf der Tour noch nie gegenüber.
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Arthur Fery zieht sensationell ins Halbfinale von Wimbledon ein
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Das Publikum wird - natürlich - aufseiten des britischen Außenseiters sein, der nur fünf Minuten von der Turnieranlage entfernt aufwuchs, wie er im Laufe der Woche verriet. "Ihr könnt alle für Fery sein, ich habe kein Problem damit", sagte Zverev mit einem Augenzwinkern in Richtung der Zuschauer. "Es wird ein aufregender Tag für uns beide."
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Highlights: "Fery"-Tale vor Federers Augen
Quelle: SNTV
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