Wimbledon : Aryna Sabalenka scheitert an Naomi Osaka im Achtelfinale - Jessica Pegula setzt sich gegen Jovic durch
Update 06/07/2026 um 08:35 GMT+2 Uhr
Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Aryna Sabalenka muss weiter auf ihren ersten Wimbledon-Titel warten. Die Weltranglistenerste unterlag der an Position 14 gesetzten Naomi Osaka, die zum ersten Mal ins Viertelfinale einzog. Die Japanerin entschied das Achtelfinale mit 6:2, 7:6 (7:2) für sich. Osaka gewann bisher, wie Sabalenka, je zweimal die Australian Open und US Open.
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Quelle: SNTV
"Es war ein sehr tolles Match. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, weil es das erste Spiel war, das ich auf diesem Court gewinnen konnte. Das bedeutet mir wirklich viel", sagte Osaka, die nach dem Sieg besonders ihrer Mutter dankte, die sie "mit japanischem Essen bekocht" hatte.
Gegen die ehemalige Weltranglistenerste Osaka, die bei ihrem Einlauf in den Centre Court wie gewohnt für modische Akzente sorgte – dieses Mal mit einem riesigen weißen Umhang –, kam Sabalenka nur schwer in die Partie. Die Belarussin lag schnell mit 1:4 und Doppelbreak zurück. Weil Osaka weniger einfache Fehler machte, gewann sie den ersten Satz souverän.
Auch im zweiten Satz fand Sabalenka nicht zu ihrem sonst so dominanten Spiel. Sie hielt jedoch jeweils ihren Aufschlag und erkämpfte sich den Tiebreak. Auch dort unterliefen ihr entscheidende Fehler oder sie scheiterte an der unaufgeregten Spielweise Osakas.
Sabalenka wird auch nach Wimbledon die Führung in der Weltrangliste innehaben. Die einzige Konkurrentin, die ihr den ersten Platz im WTA-Ranking hätte abnehmen können, war Elena Rybakina. Die kasachische "Ice Queen" unterlag jedoch zuvor bereits überraschend mit 6:7 (4:7) und 1:6 gegen die Belgierin Elise Mertens.
Wimbledon: Pegula hat Landsfrau Jovic im Griff
Im Viertelfinale trifft die 28-jährige Osaka auf Karolina Muchova. Die an Position zehn gesetzte Tschechin war zuvor mit einem 7:5, 5:7, 6:3-Erfolg über ihre Landsfrau Barbora Krejcikova in die Runde der besten acht eingezogen.
Muchova, French Open Finalistin von 2023, hatte erst in der vergangenen Woche in Bad Homburg ihren ersten WTA-Titel auf Rasen gewonnen und im Finale Osaka besiegt, die Japanerin hatte beim Stand von 1:6, 0:1 aus ihrer Sicht aufgegeben. Nun kommt es am Dienstag in London zum schnellen Wiedersehen.
Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Coco Gauff hat zum ersten Mal das Viertelfinale von Wimbledon erreicht. Die 22-Jährige setzte sich mit 4:6, 6:3, 6:4 gegen Belinda Bencic aus der Schweiz durch. Im ersten Satz unterliefen Gauff trotz einer 3:0-Führung zu viele einfache Fehler, sie berappelte sich jedoch im zweiten Satz und lenkte das Match im Entscheidungssatz endgültig in ihre Richtung.
Im vergangenen Jahr war die junge US-Amerikanerin noch als frischgebackene Siegerin der French Open in der ersten Runde an der Ukrainerin Dajana Jastremska gescheitert. Im Viertelfinale geht es nun gegen ihre Landsfrau, die Weltranglistenvierte Jessica Pegula.
Pegula dreht Match nach Satzrückstand
Jessica Pegula hatte sich zuvor als erste Spielerin das Ticket fürs Viertelfinale gesichert. Die an Nummer vier gesetzte Amerikanerin drehte das Achtelfinalduell mit ihrer jungen Landsfrau Iva Jovic (Nr. 16) nach Satzrückstand und siegte 4:6, 6:3, 6:1. Nach 2:12 Stunden verwandelte Pegula den Matchball. Ihre nächste Gegnerin wird entweder die Schweizerin Belinda Bencic oder Coco Gauff (USA).
Für Pegula wird es somit nach 2023 die zweite Viertelfinalteilnahme in Wimbledon. Es ist bisher ihr bestes Resultat auf dem heiligen Rasen. Im vergangenen Jahr war die 32-Jährige bereits in der Auftaktpartie gegen die ungesetzte Elisabetta Cocciaretto ausgeschieden.
Pegula: "Hätte in beide Richtungen gehen können"
Die 14 Jahre jüngere Jovic ist nach einem Erstrundenaus im Vorjahr erst zum zweiten Mal beim Rasenklassiker dabei. Die Teenagerin hatte im ersten Satz nach mehreren Breaks auf beiden Seiten das bessere Ende für sich. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt jedoch komplett, Pegula erspielte sich einen Vorsprung von zwei Breaks.
Jovic konterte und wehrte sogar bei 4:2 vier weitere Breakbälle ab. Doch ihre deutlich erfahrenere Landsfrau behielt die Kontrolle und erzwang den Entscheidungssatz. Pegula stürmte danach zum Sieg. Mit einem Ass besiegelte sie den Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon.
"Ich wusste, dass Iva eine Topspielerin ist. Sie hat sich dort oben etabliert. Es war von Beginn an intensiv", erklärte Pegula im Anschluss. "Ich habe auch im ersten Satz nicht schlecht gespielt. Ich musste daher meinen Aufschlag finden, daran habe ich viel gearbeitet. Danach habe ich auch besser aufgeschlagen. Es war ein enges Match und hätte in beide Richtungen gehen können."
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(mit SID)
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Quelle: SNTV
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