Wimbledon 2026 - Boris Becker Becker äußert sich zu Novak Djokovic: Nicht der Schnellste und Stärkste, aber …
Update 05/07/2026 um 01:56 GMT+2 Uhr
Boris Becker hält es für realistisch, dass sein ehemaliger Schützling Novak Djokovic noch einmal die All England Championships in Wimbledon gewinnt. "Ich würde es nicht ausschließen", schrieb der 58-Jährige in einem Beitrag für den britischen "Telegraph". Djokovic möge "einen halben Schritt langsamer sein als zu seinen besten Zeiten als Athlet", aber: "Das Turnier wird im Kopf entschieden."
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Quelle: SNTV
Rasentennis stelle "die mentale Stärke und das Temperament eines Spielers auf die Probe wie kein anderer Belag. Auf Sand muss man sich nicht allzu viele Gedanken machen, wenn man einen Breakball vergibt, meist ergibt sich schon bald die nächste Chance. Auf Rasen hingegen bekommt man pro Satz vielleicht nur eine einzige Gelegenheit", erklärte Boris Becker die Besonderheiten des Spiels auf dem grünen Belag.
An dieser speziellen Herausforderung trenne sich "die Spreu vom Weizen", oder wie Becker auf Englisch beim "Telegraph" schrieb: "This sorts the men from the boys."
Mehr noch: Djokovic sei nicht nur ein gestandener Profi, sondern "der Grandseigneur des Tennissports", betonte der dreimalige Wimbledonsieger aus Leimen.
"Mit 39 Jahren ist er im Teilnehmerfeld nicht mehr der schnellste oder körperlich stärkste Spieler. Doch Wimbledon bevorzugt die klügsten Spieler mehr als diejenigen, die durch ihre körperlichen Voraussetzungen herausragen", unterstrich Becker, der in den Jahren 1985, 1986 und 1989 im All England Club triumphierte.
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Quelle: Eurosport
Becker glaubt nicht, dass das aktuell laufende Wimbledon-Turnier Djokovic' letzter Auftritt an der Londoner Church Road sein wird. Zwei weitere Jahre traut die Tennis-Legende dem Serben auf dem heiligen Rasen zu.
Macht Djokovic bis Olympia 2028 weiter?
"Ich rechne damit, dass er noch bis Olympia 2028 in Los Angeles weitermacht", so Becker. "Das einzige Problem ist, dass ihm die reguläre Tour mittlerweile langweilig geworden ist." Wenn man 24 Grand-Slam-Titel gewonnen habe, sei die Frage, "wie man da die Motivation hat, noch einmal bei den Miami Open anzutreten".
Das könne dazu führen, dass Djokovic Gefahr laufe, zu wenig anzutreten. "Vier Matches zwischen Melbourne und Paris in diesem Jahr waren selbst für einen so großartigen Champion eher wenig", gab Becker zu bedenken.
Ergo müsse der Superstar sich "wirklich disziplinieren, wenn er es bis Los Angeles 2028 schaffen will. Aber ich hoffe im Sinne des Sports, dass er es schafft."
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