Wimbledon - Mats Wilander traut Shootingstar Rafael Jódar auch auf Rasen einiges zu: "Er wird keine Probleme haben"
Mats Wilander ist überzeugt, dass es Rafael Jódar nicht allzu sehr beeinträchtigen dürfte, dass er vor Wimbledon keine Turniere auf Rasen bestreiten konnte. Der Eurosport-Experte ist sich sicher, dass sich das Spiel des Spaniers, der die Vorbereitungsturniere in Queen’s und Eastbourne wegen Bauchbeschwerden verpasst hatte, gut an den Rasen anpassen wird. Ein Problem bleibe allerdings.
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Quelle: SNTV
Sofern es nicht in letzter Minute noch zu einer überraschenden Wendung kommt, wird Rafael Jódar erstmals im Hauptfeld von Wimbledon stehen.
In der ersten Runde trifft der Spanier auf den Briten Felix Gill. Obwohl Jódar in den vergangenen Monaten auf der Sandplatz-Tour starke Ergebnisse erzielt hat, wirft seine fehlende Vorbereitung auf Rasen - bedingt durch eine Verletzung - Fragen hinsichtlich seiner Anpassung an den schnellen Belag auf.
Der ehemalige Weltranglistenerste Mats Wilander glaubt jedoch, dass Jódar aufgrund seiner Spielweise kaum Probleme haben wird:
"Ich bin überzeugt, dass sich Rafael Jódar sehr schnell an den Rasen gewöhnen wird. Auch wenn er vor Wimbledon nicht auf diesem Belag gespielt hat, muss er mit seinem Stil, bei dem er den Ball sehr früh nimmt, praktisch nichts verändern", erklärte Wilander gegenüber Eurosport.
Wilander: Jódar und Co. müssen Spiel kaum verändern
Als Gegenbeispiel führt er sich selbst an: "Ich musste mein Spiel komplett umstellen. Ich musste plötzlich ständig ans Netz gehen - ganz anders als in Paris, wo ich zwei Wochen lang kaum einen Netzangriff gespielt habe. Auf Rasen musste ich mindestens einmal pro Punkt nach vorne. Für Spieler wie Rafael Jódar, João Fonseca, Jakub Mensik oder Learner Tien ist dieser Übergang viel einfacher, weil sie ihr Spiel von Sand- oder Hartplatz nahezu unverändert übernehmen können. Deshalb glaube ich nicht, dass Jódar Schwierigkeiten haben wird."
Wilander sieht vielmehr eine andere Gefahr: das Selbstvertrauen in den ersten Runden. "Die erste und zweite Runde sind die heiklen Partien. Sobald man aber die Auftaktrunde gewinnt, steigt das Selbstvertrauen enorm. Erst im Match versteht man wirklich, wie man sich auf Rasen bewegen muss. Im Training ist es viel leichter - man rutscht, gleitet, und die unregelmäßigen Absprünge stören einen nicht. Doch im Wettkampf, wenn der Ball nicht immer sauber abspringt und man ins Rutschen kommt, entsteht Nervosität."
"Anspannung - das ist der größte Gegner der Bewegung. Wenn man rutscht und gleitet, baut sich die Spannung in den Beinen auf, und das verändert alles", schloss Wilander seinen Ausblick auf den Rasenklassiker in London.
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