WTA Berlin - Marta Kostyuk prangert Preisgeld-Unterschied zu Halle an: "Sind wir wirklich so schlecht?"

In dieser Woche werden mit dem WTA-Turnier in Berlin und dem ATP-Turnier in Halle gleich zwei wichtige Vorbereitungsturniere für den Rasenklassiker in Wimbledon (27. Juni bis 10. Juli) in Deutschland ausgetragen. Beide Turniere gehören zudem zur 500er-Kategorie. Doch bei den Preisgeldern gibt es enorme Unterschiede. Das sorgt bei der ukrainischen Spielerin Marta Kostyuk für Unverständnis.

Marta Kostyuk hat die großen Preisgeld-Unterschiede zwischen dem WTA-Turnier in Berlin und dem ATP-Turnier in Halle kritisiert

Fotocredit: Getty Images

In ihrer Instagram-Story und auf Twitter postete Marta Kostyuk ein Bild, auf dem sie die Preisgelder der beiden Turniere gegenüberstellte.
Daraus wird ersichtlich, dass der Sieger des ATP-Turniers in Halle (täglich live bei Eurosport und bei Eurosport mit Joyn+) 399.170 Euro kassieren wird, während die Gewinnerin des Turniers in Berlin mit nur 55.300 Euro belohnt wird. Somit erhält der Halle-Sieger mehr als das Siebenfache des Berlin-Preisgelds.
Angesichts der enormen Differenz fragte Kostyuk mit einem Lachemoji: "Sind wir wirklich so schlecht?"
Aus der Preisgeld-Pyramide der beiden deutschen Turniere ergeben sich jedoch noch weitere gravierende Unterschiede. So kassiert ein Profi für einen Zweitrundeneinzug bei den Terra Wortmann Open in Westfalen mit 31.215 Euro mehr als eine Halbfinalistin in der Hauptstadt (26.130 Euro).
Auch wenn sich beide Events auch aufgrund ihrer unterschiedlichen Tradition, das Turnier in Halle wird mit Ausnahme des Corona-Jahrs 2020 bereits zum 29. Mal in Folge ausgetragen, das Turnier in Berlin wurde 2021 nach mehrjähriger Pause wieder neu aufgelegt, nur schwer miteinander vergleichen lassen, so steht es doch beispielhaft für die weiterhin bestehende Gender Pay Gap im Tennissport.

Gleiches Preisgeld in Wimbledon

Beim Turnier in Wimbledon gibt es diese allerdings nicht. Dort erhalten Männer und Frauen schon seit vielen Jahren - wie bei allen vier Grand-Slam-Turnieren - das gleiche Preisgeld. Der Sieger und die Siegerin des Klassikers an der Church Road darf sich in diesem Jahr über zirka 2,3 Millionen Euro Prämie freuen.
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Quelle: Eurosport

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