WTA Berlin - Eva Lys legt im Streit um Preisgelder nach und prangert Unterschiede zwischen Männern und Frauen an

Eva Lys hat beim Heimturnier in Berlin einen erfolgreichen Start in die Rasensaison gefeiert. Nach ihrem Zweisatzsieg gegen die Polin Magdalena Frech bezog die deutsche Tennis-Hoffnung aber gewohnt wortgewandt Stellung zur aktuellen Diskussion um die Preisgeldverteilung bei Grand Slams und den angedrohten Protesten mehrerer Top-Spieler - und beschwor den "Zusammenhalt" der Tennisprofis.

Highlights: Lys feiert starken Auftakt in die Rasensaison

Quelle: Eurosport

Im Zuge der French Open war die Diskussion um die Verteilung der Preisgelder bei den Grand Slams erneut aufgekommen.
Top-Spieler wie die Weltranglistenersten Jannik Sinner und Aryna Sabalenka hatten gar mit einem Boykott gedroht, sollten die Verantwortlichen der vier größten Turniere nicht einlenken wollen.
Aktuell beträgt der Split, also der Anteil der Preisgelder bei den Grand Slams, 15 Prozent der Einnahmen. Nach Ansicht der Spielerinnen und Spieler sei das aber vor allem für diejenigen von Nachteil, die bereits in den ersten Runden ausscheiden. Gefordert werden deshalb 22 Prozent.
Um ein Zeichen zu setzen, beschränkten die Profis daher ihre Redezeit auf der Pressekonferenz vor Turnierbeginn in Paris auf 15 Minuten.

Lys fordert Spieler auf: "Hart durchgreifen"

Lys bekräftigte auf der Pressekonferenz nach ihrem Sieg gegen Frech in Berlin die Forderungen der Stars: "Ohne doof zu klingen: Zu einem Turnier gehören viele Faktoren dazu, damit es funktioniert. Aber eben vor allem die Spieler. Sie sind die wichtigsten Akteure."
"Im Vergleich zu anderen Sportarten", so Lys weiter, "ist der Split einfach weiterhin viel zu niedrig." Die Spieler müssten daher "hart durchgreifen", um gehört zu werden.
Die Hamburgerin appellierte zudem an die Solidarität auf der Tour: "Wir brauchen die großen Spieler, aber dementsprechend auch den Zusammenhalt der Spieler."

Massiver Unterschied zwischen Männern und Frauen

Ein weiteres Thema beschäftigte die 24-Jährige aber mindestens ebenso sehr - nämlich der Unterschied zwischen den Preisgeldern bei Männern und Frauen.
So habe der Sieger des Rasenturniers im niederländischen 's-Hertogenbosch, der Pole Kamil Majchrzak, 110.000 Euro erhalten. Die Siegerin, die US-Amerikanerin Robin Montgomery, aber lediglich 32.000 Euro.
Die "riesige Lücke zwischen Männern und Frauen" sei nach wie vor ein Thema, das es anzugehen gilt.
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Kurios: Lys bekommt Knoten nicht auf - Schiedsrichterin muss helfen

Quelle: Eurosport


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