Imago

Sabine Lisicki stellt mit 27 Assen einen neunen Weltrekord auf

"Boom Boom Bine" schlägt zu: Weltrekord für Lisicki!
Von SID

18/06/2015 um 12:52Aktualisiert 18/06/2015 um 18:19

Sabine Lisicki hat beim Rasenturnier in Birmingham bei ihrem Zweitrundensieg gegen die Schweizerin Belinda Bencic 27 Asse geschlagen und damit für einen Rekord auf der WTA Tour gesorgt. "Es ist toll, noch einen Rekord zu haben", sagte Aufschlag-Geschwindigkeits-Weltrekordlerin Lisicki nach ihrem 6:1, 7:6 (7:4)-Erfolg. Auch ihr Achtelfinale gegen Magdalena Rybarikova gewann Lisicki 7:6 (9:7), 6:4.

Nach dem 27. Einschlag verlor Belinda Bencic die Nerven. Völlig frustriert schmiss die junge Schweizerin ihren Schläger auf den Rasen von Birmingham. 27 Asse in einem Match - so etwas hatte Bencic noch nicht erlebt. Zum Trost: So etwas hatte die gesamte Frauentenniswelt noch nicht erlebt.

Für den Weltrekord verantwortlich zeichnete Sabine Lisicki, vom britischen Boulevard liebevoll "Boom Boom Bine" genannt. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie eine Bestmarke aufgestellt, als sie in Stanford ein Aufschlaggeschoss mit beinahe 211 km/h übers Netz prügelte. "Es ist schön, einen weiteren Rekord zu haben", flötete Lisicki nun bestens gelaunt.

Williams und Kanepi abgelöst

27 Asse in nur zwei Sätzen! Zum Vergleich: Am gleichen Tag gelangen dem kroatischen Aufschlagriesen Ivo Karlovic (2,11 m groß) beim Rasenturnier in Halle/Westfalen gegen Alexander Zverev "nur" 21 Asse. Die Bestmarke bei den Frauen hatten bislang US-Superstar Serena Williams und die Estin Kaia Kanepi mit jeweils 24 Assen gehalten.

Die Spielerinnenvertretung WTA kreierte schnell einen neuen Begriff für die Leistungen der Powerfrau Lisicki. Die 25 Jahre alte Berlinerin habe "Aufschlag-Geschichte" geschrieben, ließ die WTA auf ihrer Homepage verlauten und zeigte den kurzweiligen Zusammenschnitt aller Asse im Video.

"Auf Gras eine gute Waffe"

"Natürlich ist der Aufschlag auf Gras eine gute Waffe, und ich liebe es, auf Rasen zu spielen", sagte Lisicki. Ein Geheimnis verriet sie damit nicht. Trotz ihrer Gras-Allergie blüht sie regelmäßig auf, wenn es im Sommer über den Kanal auf die Grüns der Insel geht. 2011 triumphierte Lisicki in Birmingham, 2013 stoppte erst die Französin Marion Bartoli ihren Triumphzug im Finale von Wimbledon.

Der Saisonhöhepunkt im All England Club (ab 29. Juni) ist auch in diesem Jahr Lisickis großes Ziel. Hier hofft sie, ihre Grand-Slam-Bilanz nach dem Erstrunden-Aus in Melbourne und der Niederlage in der dritten Runde von Paris aufhübschen zu können.

Bis zum ersten Auftritt auf dem Heiligen Rasen bereitet sich Lisicki weiter in Birmingham vor. Dort gewann sie ihr Achtelfinale gegen die Slowakin Magdalena Rybarikova 7:6 (9:7), 6:4. Sie legte gleich wieder los wie die Feuerwehr. Ihren drei Assen im ersten Aufschlagspiel ließ sie aber nur noch fünf weitere folgen. "I'm sorry", sagte Lisicki dazu und grinste.

0
0