Serena Williams rang sich ein gequältes Lächeln ab und zog nach ihrer nächsten überraschenden Pleite einen ungewöhnlichen Vergleich. Auf dem Platz habe es sich am Ende so angefühlt, "als wenn man einen Typen datet, von dem man weiß, dass er ätzend ist", sagte die 38 Jahre alte Starspielerin: "Es ist frustrierend."
Williams wollte sich in New York bei der Generalprobe für die am Montag startenden US Open eigentlich den Feinschliff holen, um dann bei dem Grand-Slam-Turnier Jagd auf ihren großen 24. Triumph zu machen. Sie würde damit die Rekordmarke der Australierin Margaret Court egalisieren, der sie schon so lange hinterherläuft.

Trotz Satzführung: Williams scheidet unter Tränen aus

Adria Tour
"Habe einen Riesenfehler gemacht": Zverev entschuldigt sich für Corona-Fauxpas
25/08/2020 AM 09:32
Doch nach der 7:5, 6:7 (5:7), 1:6-Pleite gegen die griechische Weltranglisten-21. Maria Sakkari steckt Williams voller Zweifel. Sie verpasste es, trotz einer 5:3-Führung im zweiten Satz das Match nach Hause zu bringen und lud sich damit quasi den Typen aus dem Date ein. Sie fühlte sich nicht mehr wohl, ihre Beine streikten nach vielen Stunden Tennis in den vergangenen Tagen. Williams schossen kurz vor Schluss sogar Tränen in die Augen.
Ob die frühere Nummer eins der Welt nochmal zu Besonderem fähig ist, steht in Frage. "Jetzt ist ihr Körper wieder dort, wo er vor der Schwangerschaft 2017 war", sagte zwar ihr Trainer Patrick Mouratoglou der "Sport Bild": "Sie kann jetzt wieder richtig draufhauen und drücken. Ihre Muskeln sind wieder da."

Williams: Letzter Grand-Slam-Titel 2017

Doch die zweite nicht eingeplante Niederlage binnen zehn Tagen schlug Williams sichtbar aufs Gemüt. "Ich hätte das Match gewinnen sollen, es gibt keine Ausrede", sagte sie. Schon im Viertelfinale des WTA-Turniers in Lexington/Kentucky war Williams am 15. August an ihrer Landsfrau Shelby Rogers gescheitert und hatte damit erstmals sei 2012 gegen eine Spielerin außerhalb der Top 100 verloren.
Williams, die 2017 bei den Australian Open ihren letzten großen Titel gewann, muss nun schnell das mentale Tief überwinden und wieder Frische in ihren Körper kriegen. Sechs der zehn aktuell besten Spielerinnen der Welt sind bei den US Open aufgrund der schwierigen nicht dabei, die US-Amerikanerin wittert noch immer eine Chance.
Die hat sie aber nur, wenn sie sich nicht wieder selbst in unangenehme Situationen manövriert.
Das könnte Dich auch interessieren: Struff erstmals im Masters-Viertelfinale - jetzt wartet der Djoker
(SID)

Endstation Achtelfinale: Raonic macht kurzen Prozess mit Murray

French Open
Serenas Grand-Slam-Fluch: Coach sieht neue Gefahr
30/04/2021 AM 13:30
Tennis
Gegen Sexismus und Rassismus: Williams springt Herzogin Meghan bei
08/03/2021 AM 16:43