Wegen Sabalenka und Swiatek: Dubai-Turnierdirektor Salah Tahlak fordert Punktabzug - Coco Gauff reagiert deutlich
Publiziert 16/02/2026 um 11:16 GMT+1 Uhr
Nach den kurzfristigen Absagen von Aryna Sabalenka und Iga Swiatek sorgt das WTA-1000-Turnier in Dubai für Diskussionen. Turnierdirektor Salah Tahlak brachte sogar einen Punktabzug für Spielerinnen ins Gespräch, die erst spät zurückziehen. Er zeigte sich verärgert und sprach von einer "bedauerlichen Überraschung". Eine Geldstrafe halte er für wirkungslos. Coco Gauff widersprach indes deutlich.
Swiatek startet furios in Doha
Quelle: Perform
Tahlak betonte: "Ich glaube nicht, dass eine Geldstrafe etwas bewirkt. Ich finde, man sollte den Spielerinnen Punkte abziehen. Eine finanzielle Strafe hilft nicht."
Tahlak führte weiter aus: "Vor vielen Jahren hat Serena Williams zurückgezogen und wurde mit 100.000 Dollar bestraft. Aber was sind 100.000 Dollar? Sie spielt woanders und verdient eine Million. Die Strafe ist also keine große Sache."
Sabalenka hatte ihre Teilnahme in den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen einer Hüftverletzung abgesagt, nachdem sie bereits in Doha gefehlt hatte. Swiatek begründete ihren Rückzug mit einer "Änderung ihres Zeitplans". Beide Entscheidungen fielen nur einen Tag vor der Auslosung.
Coco Gauff, derzeit die Nummer vier der Welt, reagierte bei ihrer Pressekonferenz vor Turnierbeginn mit klaren Worten. "Ich glaube nicht, dass ich jemals bei einem 1000er-Turnier zurückgezogen habe – zumindest kann ich mich auf Anhieb nicht daran erinnern", sagte die US-Amerikanerin.
Gauff deutlich: "Spielerinnen sagen nicht ab, weil sie keine Lust haben"
Zugleich stellte sie klar, dass Rückzüge selten aus Bequemlichkeit erfolgen: "Ich glaube definitiv nicht, dass Spielerinnen einfach absagen, weil sie keine Lust haben zu spielen."
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Coco Gauff hat eine klare Meinung zur Forderung nach Punktabzügen im Zusammenhang mit Turnierabsagen.
Fotocredit: Getty Images
Mit Blick auf die hohe Belastung im Tourkalender ergänzte Gauff: "Wenn man sich das ganze Jahr anschaut – auch wenn es dich jetzt vielleicht nicht trifft, wird es dich später treffen. Gerade dieser Teil der Saison war für mich immer schwierig, wegen der Umstellung und solcher Dinge."
Im aktuellen Regelwerk drohen Spielerinnen Sanktionen, wenn sie ein verpflichtendes WTA-1000-Turnier ohne legitimen Grund – etwa Verletzung oder Krankheit – auslassen. Zudem dürfen Profis drei turnierplanbedingte Absagen pro Saison nehmen. Diese führen zu null Weltranglistenpunkten, aber nicht zu finanziellen Strafen.
"Finde es nicht fair, Spielerinnen Punkte abzuziehen"
Einen zusätzlichen Punktabzug lehnt Gauff dennoch ab. "Sollten Spielerinnen Punkte abgezogen bekommen? Nicht wirklich", betonte sie. "Wir haben bereits verpflichtende Turniere. Wir bekommen ohnehin Nullen in der Rangliste."
Auch die Ausdehnung vieler 1000er-Events auf zwei Wochen sieht sie kritisch: "Zu diesem Zeitpunkt im Kalender ist es schwer, alle Turniere zu spielen, jetzt wo sie zwei Wochen dauern. Die Anforderungen an die Spielerinnen werden immer größer."
Doch sie habe auch Verständnis für die Veranstalter: "Ich verstehe die Turnierseite. Sie wollen natürlich die Topspielerinnen vor Ort haben. In der Vergangenheit sind die besten Spielerinnen immer nach Doha und Dubai gekommen. Dieses Feld war historisch immer stark. Es ist dieses Jahr unglücklich."
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Quelle: Perform
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