Durch ihren Erfolg bei der inoffiziellen B-WM wird die deutsche Nummer eins in der am Montag erscheinenden Weltrangliste erstmals auf Rang 14 geführt. "Ich kann es noch gar nicht recht fassen", sagte die 29-Jährige nach dem beeindruckenden Finalsieg.
Versüßt wird der Norddeutschen der Erfolg beim Saisonabschluss mit ihrem bislang größten Karriere-Preisgeld von 635.000 Dollar (rund 545.000 Euro).
"Ich möchte meinem Team von Herzen danken. Dank euch stehe ich hier und schaue auf ein Jahr mit zwei Turniersiegen zurück. Ich freue mich auf das nächste Jahr", sagte Görges, die aus den Händen der 22-maligen Grand-Slam-Gewinnerin Graf einen Blumenstrauß erhielt.
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Die als Nummer 18 der Welt in Zhuhai gestartete Görges verlor gegen die sechs Plätze besser klassierte Vandeweghe gleich ihr erstes Aufschlagspiel, gewann nach 2:5-Rückstand aber fünf Spiele in Folge und holte sich nach 51 Minuten den ersten Satz. Im zweiten Durchgang diktierte die Rechtshänderin das Geschehen mit druckvollem Spiel weiter und verwandelte nach 1:20 Stunden ihren zweiten Matchball.

Görges feiert endlich wieder Turniersiege

Görges hatte erst zwei Wochen zuvor in Moskau ihren ersten Titelgewinn nach mehr als sechsjähriger Durststrecke gefeiert. Nach den Erfolgen in Bad Gastein 2010 und Stuttgart 2011 verlor die Fed-Cup-Spielerin sechs Endspiele in Folge, davon drei allein im Jahr 2017 (Mallorca, Bukarest, Washington).
Erst durch ihren Turniererfolg in der russischen Hauptstadt hatte Görges den letzten freien Platz in Zhuhai ergattert. Den geplanten Urlaub in Dubai musste sie daraufhin absagen. Die an Position acht gesetzte Angelique Kerber, als Weltranglistenerste ins Tennisjahr 2017 gestartet und ab Montag nur noch die Nummer 21 im Ranking, war nach zwei Niederlagen in ihren beiden Gruppenspielen ausgeschieden.
Boris Becker twitterte: "Sagenhaft, Mädchen..." Und auch Barbara Rittner, Frauen-Chefin im Deutschen Tennis-Bund (DTB), war begeistert und sprach von einem "beeindruckend konstanten Jahr" der Bad Oldesloerin. "Da kommt noch mehr", frohlockte Rittner.
In diesem Jahr war Görges die konstanteste deutsche Spielerin. Wohl auch, weil sie Ende 2015 den Neustart wagte. Damals stagnierte die eher introvertierte Powerspielerin und entschloss sich, nach sieben Jahren ihr Team zu wechseln und nach Regensburg zu ziehen. Es war ein "Reset", wie sie es nennt.

Görges: "Bin so gut drauf wie noch nie"

Mit Geserer sowie Zitzelsberger ("Flo ist ein Freak") schaffte Görges mittelfristig den ersehnten Sprung zurück in die Top 20, in denen sie vor sechs Jahren schon einmal bis auf Position 15 geklettert war.
"Physisch bin ich so gut drauf wie noch nie. Das Gesamtpaket stimmt einfach - die Athletik, das Spielerische und die Taktik", sagte Görges und stellte zufrieden fest: "Das ist einfach eine andere Jule inzwischen." Besonders bei den längeren Ballwechseln ist die neue Souveränität deutlich sichtbar.
Mit der Reife einer gestandenen Weltklassespielerin geht sie inzwischen mit vielen Dingen cooler um. Ein "gesundes Mindset" nennt Görges das. Alles ist positiv behaftet.
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