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WTA Finals: Erfolgslauf in Cancún bringt Laura Siegemund in Schwierigkeiten - Barbara Rittner kritisiert "Trauerspiel"
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Publiziert 06/11/2023 um 15:56 GMT+1 Uhr
Laura Siegemunds Erfolgslauf bei den WTA-Finals stellt den Deutschen Tennis Bund (DTB) vor eine logistische Herausforderung. Keine drei Tage nach dem Endspielsieg der 35-Jährigen im Doppel am Montagabend (19:30 Uhr) deutscher Zeit im mexikanischen Cancun steigt am Donnerstag in Sevilla der Auftakt für das deutsche Team bei der Finalrunde des Billie Jean King Cups (10:00 Uhr).
Laura Siegemund
Fotocredit: Imago
Laura Siegemund warf ihren Schläger weg, faltete die Hände hinter dem Kopf und grinste ungläubig.
Mit 35 Jahren hatte sie soeben ein ganz kleines Stück deutscher Tennis-Geschichte geschrieben, der Turnier-Sieg im Doppel bei den WTA-Finals war in 50 Jahren noch keiner Landsfrau gelungen - kurz nach der harten Arbeit in Cancun mit ihrer Partnerin Vera Zvonareva ging es für Siegemund aber schnell in den Flieger: Der Terminplan ist eng in diesen Tagen.
"Es war eine schwierige Woche in vieler Hinsicht", sagte Siegemund nach dem 6:4, 6:4 gegen Ellen Perez und Nicole Melichar-Martinez aus Australien und den USA: "Aber am Ende steht ein großer Sieg, ein schöner Abschluss."
Vorbei ist das Tennis-Jahr für Siegemund aber eben nicht, sie soll nun so schnell wie möglich in Sevilla sein. Dort startet das deutsche Team schon am Donnerstag (10:00 Uhr) gegen Italien in die Endrunde im Billie Jean King Cup. Siegemunds Erfolg in Mexiko stellte den Deutschen Tennis Bund (DTB) daher vor eine echte logistische Herausforderung.
Siegemunds Erfolgslauf stellt DTB vor logistische Probleme
"Wir haben täglich Flüge für sie hierher gehabt", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner dem "SID" noch vor dem Finale am Montagabend: "Jetzt müssen wir mal sehen, wie sie da am Abend wegkommt, dass sie dann am Dienstag hier ist. Natürlich brauchen wir sie, nicht nur im Doppel, sondern auch im Einzel normalerweise."
Den anstrengenden und langen Interkontinentalflug über mindestens 7800 Kilometer Luftlinie und den zu erwartenden Jetlag muss Siegemund schnell verarbeiten, wenn sie bereits am Donnerstag gegen Italien für das von Kapitän Rainer Schüttler und Rittner betreute Team wieder auf dem Platz stehen will.
Der früheren Weltranglisten-27. im Einzel steht eine Terminhatz bevor, die Rittner deutlich kritisiert.
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Laura Siegemund jubelt
Fotocredit: Getty Images
Rittner kritisiert Terminhatz
"Das ist erneut ein Trauerspiel, dass die Spielerinnen darunter leiden, dass sich ITF und WTA nicht besser abstimmen können", sagte die 50-Jährige: "Brutal, auch wirklich über die Jahre nicht mehr zu verstehen. Da muss man auch wirklich ganz klar die Führung der beiden Verbände angreifen."
Auch Siegemunds australische Finalgegnerin Ellen Perez hatte bei X (früher Twitter) schon ein "Termindesaster" angeprangert und sarkastisch gefragt, ob ihr jemand einen Privatjet zur Verfügung stelle. Perez sollte eigentlich am Dienstag, dem ersten Tag des Billie Jean King Cups, für Australien im Einsatz sein. Dies wird aber nicht möglich sein.
Bei Siegemund, die am Sonntagabend als erste deutsche Tennisspielerin seit Claudia Kohde-Kilsch vor 36 Jahren bei den WTA-Finals das Endspiel im Doppel erreicht hatte und sich darüber enorm freute, besteht immerhin Hoffnung, dass die Zeit reichen kann.
"Sie belohnt sich für die ganze Energie, den Ehrgeiz und die Disziplin und ist ein absolutes Vorbild, was man aus sich rausholen kann", sagte Rittner und würdigte damit die Leistung der Dauerbrennerin, die zuvor unter anderem bei den US Open 2016 und 2020 im Mixed bzw. Doppel triumphiert hatte.
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(SID)
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ATP Paris : final Djokovic - Dimitrov (Higlights) (SNTV)
Quelle: Eurosport
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