WTA Madrid - Eva Lys kritisiert Berichterstattung in Deutschland deutlich: "Durchgehend negative Grundhaltung"
Publiziert 23/04/2026 um 10:09 GMT+2 Uhr
Eva Lys hat beim WTA-Turnier in Madrid bereits in der ersten Runde gegen die Chinesin Zhang Shuai verloren. Im Anschluss kritisierte die 24-Jährige, die zu Beginn des Jahres lange verletzt pausieren musste, die Berichterstattung in Deutschland. "Was mir immer wieder auffällt, ist die durchgehend negative Grundhaltung vieler Schlagzeilen und Kommentare", schrieb Lys in einer Instagram-Story.
Evy Lys in Madrid
Fotocredit: Getty Images
Kritik gehöre zum Sport dazu. "Doch die Art und Weise, wie sie oft formuliert wird, wirkt vielmehr abwertend als konstruktiv", stellte Lys nach dem Aus in Madrid klar. In Australien hatte sich die junge Deutsche zunächst unbemerkt schwerer am Knie verletzt und fehlte danach wochenlang.
Erst im März kehrte die Nummer 72 der Welt wieder auf die WTA-Tour zurück. Dass viele Medien in Deutschland ihre Leistung allerdings nicht dahingehend einordnen, missfällt Lys zunehmend.
"Ich finde es fragwürdig, wenn über Athletinnen und Athleten mit einer Selbstverständlichkeit geurteilt wird, die wenig mit der Realität auf dem Platz zu tun hat", meinte die Deutsche.
"Leistungssport ist komplex und lässt sich nicht immer in einfache Bewertungen pressen. Aus vielen Gesprächen mit anderen Athletinnen und Athleten aus Deutschland weiß ich, dass ich mit dieser Wahrnehmung nicht allein bin."

Eva Lys reagiert auf die Berichterstattung in Deutschland
Fotocredit: Instagram
Lys wünscht sich faire Berichterstattung in Deutschland
Sie begrüße "jede Form der Berichterstattung. Besonders im Frauensport, der lange nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die er verdient. Umso wichtiger wäre jedoch ein differenzierter und respektvoller Ton."
Auch Lys, die explizit nicht alle deutschen Medien in ihre Kritik einschloss, gab zu, aktuell nicht in ihrer besten Form zu sein.
"Trotzdem sollte es möglich sein, darüber sachlich und fair zu sprechen", so die 24-Jährige, die einen Wunsch hat: "Gerade im eigenen Land sollte Unterstützung und Einordnung im Vordergrund stehen, nicht pauschale Negativität."
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