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WTA Stuttgart: Angelique Kerber schlägt Laura Siegemund im Finale
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Publiziert 24/04/2016 um 12:21 GMT+2 Uhr
Angelique Kerber hat ihren Titel beim WTA-Turnier in Stuttgart erfolgreich verteidigt und im ersten deutschen Final-Duell im Schwäbischen kühlen Kopf bewahrt. Die Australian-Open-Gewinnerin stoppte beim 6:4, 6:0 im Endspiel die märchenhafte Reise von Qualifikantin Laura Siegemund aus Metzingen.
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Nach 1:21 Stunden verwandelte die 28-Jährige Kerber ihren ersten Matchball und durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 104.477 Euro und einen lava-orangenen Sportwagen im Wert von 95.000 Euro freuen.
"Es ist unglaublich, hier meinen Titel verteidigen zu können. Besser geht es nicht", sagte Kerber nach ihrem Sieg: "Ich habe etwas gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden. Daher bin ich froh, dass ich sie stoppen konnte."
Kerber steckt Fehlstart weg
Noch nie zuvor hatte Kerber einen ihrer bislang acht Titel erfolgreich verteidigen können. Die Fed-Cup-Spielerin bewies zudem, dass sie mit dem Hype um ihre Person und dem neuen Stress umgehen kann. "Ich habe in den letzten Wochen gelernt, jede einzelne Minute voll zu nutzen, um Energie und Kraft zu tanken", sagte Kerber, die sich auch nach der magischen Nacht von Melbourne gewohnt sympathisch und volksnah präsentiert.
Nichts zu spüren von Starallüren bei ihrem ersten Turnierauftritt in Deutschland seit ihrer Sternstunde Down Under Ende Januar. Nach einem 0:3-Fehlstart im ersten Satz gegen Siegemund agierte Kerber aggressiver und wurde ihrer Favoritenrolle vor 4.600 Zuschauern in der ausverkauften Arena gerecht. Im ersten Durchgang gelang "Angie" das Break zum 5:4, nach 40 Minuten ermöglichte ihr Siegemund mit einem Fehler den Satzgewinn.
"Ich bin halt so ein aufgepumpter Typ"
Danach merkte man der Weltranglisten-71. die jüngsten Strapazen an. Die Partie am Sonntag war für die Qualifikantin das achte Spiel in neun Tagen. Siegemund, die im Duell mit Kerber 14 der ersten 18 Punkte gewann, blieb damit die Krönung ihres Siegeszuges verwehrt. "Ich hatte keinen Tag Pause und keine Zeit zum Genießen. Die werde ich mir jetzt nehmen und eine Pause einlegen", sagte Siegemund.
Die 28 Jahre alte Psychologin hatte auf dem Weg in ihr erstes WTA-Endspiel unter anderem im Halbfinale die topgesetzte Agnieszka Radwanska (Polen) sowie davor Roberta Vinci aus Italien (Nr. 6) und die Rumänin Simona Halep (Nr. 4) ausgeschaltet. Dabei hatte sie keinen Satz abgegeben.
Doch durch ihre Auftritte von Stuttgart hat sich Siegemund in die Herzen der Zuschauer gespielt. Sie agiert äußerst variabel und sucht oft den Weg ans Netz. "Ich versuche immer, alles flott zu machen. Ich bin halt so ein aufgepumpter Typ", meinte die extrovertierte Siegemund, die im neuen Ranking auf Position 42 klettert.
Siegemund klettert im Ranking
In der neuen Weltrangliste wird Siegemund am Montag auf Position 42 notiert sein. Sie hätte die erste Qualifikantin seit Zwetana Pironkowa (Bulgarien) im Januar 2014 in Sydney werden können, die ein WTA-Turnier dieser Kategorie gewinnt.
Vor Kerber hatten bereits Anke Huber (1991 und 1994) und Julia Görges (2011) das Turnier im Schwäbischen gewonnen, das zwischen 1978 und 2005 noch in Filderstadt vor den Toren Stuttgarts ausgetragen wurde.
Auf einen Blick: Kalender/Ergebnisse ATP Tour 2016 + Kalender/Ergebnisse WTA Tour 2016
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