Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart: Eva Lys bittet nach Achtelfinal-Aus um Geduld - fehlende Fitness ein Problem

Nach dem klaren Ausscheiden im Achtelfinale des Porsche Grand Prix wirbt Eva Lys ob der folgen ihrer zu spät erkannten Knieverletzung und fehlender körperlicher Fitness um Geduld. Nun ist harte Arbeit gefragt, um den Rückfall in der Weltrangliste zu stoppen. Dabei könnten auch Teilnahmen an kleineren Turniere helfen. In Spanien bietet sich der 24-jährigen Hamburgerin dazu bereits die Chance.

Lys gewinnt furiosen Ballwechsel - und dreht Satz gegen Badosa

Quelle: Eurosport

Trotz der Gesamtumstände waren sie durchaus da, die kleinen Chancen am Mittwochabend für Eva Lys im Achtelfinale des Porsche Grand Prix in Stuttgart.
Im ersten Spiel des zweiten Satzes zwang die 24-Jährige ihre Gegnerin Elena Svitolina bei ihrem Aufschlag beim Stand von 30:30 in einen langen Ballwechsel mit harten Schlägen und vielen Richtungswechseln. Ein Netzroller ins Doppelfeld beendete die Chance auf einen Breakball und einen möglichen Momentum-Wechsel.
Stattdessen war die Angelegenheit gegen die Nummer sieben der Welt aus der Ukraine, die sich seit mehr als zehn Jahren inklusive einer Schwangerschaftspause in der Weltklasse beweist, nach 55 Minuten und einem 1:6 und 0:6 rasch beendet.
Hauptgrund für die Art und Weise der Niederlage war aber nicht die Spielstärke der Gegnerin oder das verpasste Momentum. Selbst nach einem möglichen Break hätte die Hoffnungsträgerin, die beim größten deutschen Damenturnier als letzte DTB-Starterin ausschied, nicht genügend Kraft zur Verfügung gehabt.
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"In den Mülleimer": Lys nimmt Pleite mit Humor - und schaut nach vorne

Quelle: Eurosport

Lys hadert mit körperlichen Problemen

"Es war auf jeden Fall ein körperliches Problem. Ich war nach dem Dreisatzmatch körperlich echt angeschlagen und hatte angesichts meiner letzten Monate einfach ultra wenig Zeit, mich zu regenerieren", erklärte Lys spät am Abend in den Katakomben der Arena.
Am Vortag hatte die Hamburgerin Paula Badosa nach Satzrückstand und 1:4 im zweiten Durchgang noch niedergerungen und damit für das einzige deutsche Highlight des Turniers und ihren ersten Toursieg 2026 gesorgt.
Lediglich beim United Cup zu Jahresbeginn in Australien hatte sie nach guter Vorbereitung ein Match gewonnen. Unmittelbar danach verletzte sie sich und wurde nicht richtig diagnostiziert.
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Lys happy über Sieg gegen Badosa: "Augen zu und vor mich hin geschossen"

Quelle: Eurosport

"Ich habe das Knie in Australien überstreckt. Es wurde von den Ärzten dort leider nicht direkt gesehen, dass es sich um einen Riss am Band beziehungsweise an der Sehne handelte. Das wurde ein paar Wochen zu spät in Hamburg entdeckt", erklärte sie gegenüber Eurosport bereits vor Turnierbeginn in Stuttgart. 
Das Malheur zog nach Rückkehr aus Down Under eine fünfwöchige Komplett-Pause vom Tennis nach sich. Die Folge: Lys bestritt in dieser Saison erst fünf Matches, viel folgenschwerer aber: Die aufgebauten physischen Voraussetzungen aus der Saisonvorbereitung sind größtenteils weg und auf der schnelllebigen Profitour nur schwer aufzuholen.

Sieg über Badosa als Lichtblick für Lys

"Ich bin nicht gewohnt, die Matches hintereinander zu spielen. Das wäre nochmal eine ganz andere Geschichte, wenn ich den Tag heute hätte nutzen können als Erholung", bemerkte Lys, die ergänzte, dass es ihrem Knie "glücklicherweise" gutgehe.
"Das ist auch das wichtigste, was mich nach dem Match bei gute Laune hält. Ich glaube, man hat gesehen, dass ich physisch echt angeschlagen war nach dem Match gestern. Deswegen hat man gesehen, dass es für so eine Spielerin wie Svitolina einfach nicht gereicht hat."
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Highlights: Lys liefert Badosa Riesenfight und siegt

Quelle: Eurosport

Lys sei dennoch sehr glücklich, dass sie das Match gegen Badosa für sich entschieden habe. "Ich konnte zeigen, dass ich das Level auf jeden Fall habe und jetzt noch körperlich arbeiten muss."
Gegen die Spanierin hatte Lys in den Sätzen zwei und drei gezeigt, was sie 2025 als Newcomerin zur zwischenzeitlichen deutschen Nummer eins und auf Rang 39 der Welt geführt hatte: eine überaus gute Beinarbeit, flache, unangenehme Bälle, ohne große Fehleranfälligkeit, gepaart mit Kampfgeist und Resilienz.

Findet Lys in Spanien zurück in die Spur?

Ihre Gegnerin von Mittwoch, Elena Svitolina, ist quasi ein Upgrade der Lys-Version von Dienstag. Die Ukrainerin vereint all die von Lys aufgezählten Komponenten und kombiniert dies mit mehr Schlagvariationen und Winkeln, Erfahrung und - ganz wichtig - körperlicher Matchfitness.
Lys ließ nach der Pressekonferenz durchblicken, dass sie die Zeit zwischen den Turnieren, kommende Woche steht das 1000er-Turnier in Madrid an, nutzen wolle, um an ihrer körperlichen Verfassung zu arbeiten.
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Eva Lys will sich wieder zurückkämpfen

Fotocredit: Getty Images

Zusätzlich kann sie sich vorstellen, ein kleineres 125er-Turnier einzustreuen. In Katalonien gäbe es in der Woche nach Madrid dazu die Chance.
Lys ordnete die Gesamt-Situation allerdings realistisch ein. Eine ganz rasche Rückkehr zur 2025er-Version wird es nicht geben. "Mir war bewusst, dass es nicht einfach werden wird ins Turnier und generell in die kommenden Turniere zu finden. Ich nehme das mal mit als fehlende Matchpraxis und habe meine Zeit hier in Stuttgart dennoch genossen"
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Siegemund vernascht Swiatek mit Lob - und breakt

Quelle: Eurosport


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